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Geschmacklos und lecker: Mike Tysons Edibles

Geschmacklos und lecker: Mike Tysons Edibles
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1997. Las Vegas. Mike Tyson gegen Evander Holyfield. Ein unvergessener Kampf, wenn auch nicht im positiven Sinne. Damals biss Profiboxer Mike Tyson seinem Gegner Evander Holyfield nämlich in Runde 3 einen Teil seines rechten Ohrs ab. Daraufhin wurde Holyfield zum Sieger erklärt und Tyson später seine Boxlizenz entzogen. Heute ist Tyson 56 Jahre alt. Er genießt sein zweites Leben als Besitzer einer Ranch, die jährlich ca 7 Millionen Dollar abwirft. Aber skurril bleibt er, der Iron Mike!

Neues Produkt, krasses Marketing

Zu Tysons Cannabis-Ranch gehört sein Unternehmen Tyson 2.0, dessen Name wohl auf seinen Neustart in einer völlig anderen Branche hinweisen soll. Ein zweites Leben eben. Tysons Produktpalette reicht von Merchandise, wie Pullovern, Grindern und Feuerzeugen, über pre rolled Joints bis zu verschiedenen Sorten hochpotentem Cannabis. Doch seit März dieses Jahres hat er ein Produkt auf dem Markt, dass es weit über die Grenzen der USA in die Medien geschafft hat (wie man sieht). Die neuen Edibles, die bis dato in der Sorte Black Raspberry erhältlich sind, und Mike Bites (Mike Biss(en)) heißen, kommen in der Form angebissener Ohren.

Die Artikelbeschreibung sagt: “We promise they’ll taste better than the real thing…. or at least that’s what Mike tells us.“ (Wir versprechen, sie schmecken besser als das Echte. Das ist jedenfalls, was Mike uns gesagt hat.) Die Fruchtgummis enthalten 10% THC, und als Gewicht sind 2 Gramm angegeben. Ich vermute, es handelt sich hier um den THC-Gesamtgehalt, womit eine Tüte 20 Gramm wiegen dürfte. Für 16 Dollar geht das klar! Tysons Produkte sind jedoch nur in ausgewählten Bundesstaaten (Nevada, Colorado und Kalifornien) erhältlich. Denn in den USA darf bekanntermaßen jeder Bundesstaat selbst darüber entscheiden, ob Cannabis legal ist, oder nicht. Doch wie witzig findet Evander Holyfield den Umstand, dass Tyson mit seiner Eskapade nun auch noch Geld verdient? 

Tysons gewinnbringende Versöhnung

Bereits im Jahr 2019 versöhnten sich Tyson und Holyfield in der Show Hotboxin with Mike Tyson. Während Holyfield die Größe besitzt, Tyson seinen Ausbruch zu verzeihen, schenkte ihm dieser eine Süßigkeit in Ohrenform. Und so kündigte er deren Vermarktung an. Ein besseres Marketing und eine größere Aufmerksamkeit wären wohl kaum möglich gewesen. Die ursprüngliche Namensidee für die Ohren war zwar großartig, doch die Holy Ears gingen dann vielleicht doch etwas zu weit. Dann lieber selbstironische Mike Bites, die es inzwischen sogar als Schlüsselanhänger gibt.

Jedenfalls hat Mike Tyson nach seinem turbulenten Leben offenbar endlich einen gechillten Weg gefunden, Mike zu sein, welchen man aus dem Statement auf seiner Internetseite förmlich herauslesen kann. Er schreibt: „Cannabis has always played an important role in my life, Cannabis has changed me for the good both mentally and physically, and I want to share that gift with others who are also seeking relief.“ (Cannabis hat immer eine wichtige Rolle in meinem Leben gespielt, Cannabis hat mich zum Besseren verändert, beides, körperlich und mental, und ich möchte dieses Geschenkt mit anderen teilen, die ebenfalls Linderung suchen.)                                

Trend in Deutschland           

In Deutschland gibt es, seit CBD in Mode ist, spätestens jedoch, seit die Legalisierung im Koalitionsvertrag steht, einen ähnlichen Trend, dessen erster prominenter Vertreter wohl Snoop Dog war. Aber auch deutsche Stars, wie zum Beispiel Franjo und Verona Poth, oder Heidi Klum investieren inzwischen kräftig in eigene Linien, Marken und Produkte. Die deutsche Hip Hop Szene hat schon vor Jahren noch einen Schritt weiter gemacht, als sich der Rapper Herzog seinen eigenen Cannabis-Strain geleistet hat – das Herz OG. 

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