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Fette Joints und fette Beats – wie sich Hiphop und Cannabis die Hand geben

Fette Joints und fette Beats – wie sich Hiphop und Cannabis die Hand geben
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Hiphop ist derzeit einer der machtvollsten Genres weltweit und eröffnet neue Reichweiten und Einflussmöglichkeiten. Auch durch die Kriminalisierung erlangte Gras in der Hiphopszene einen hohen Status. Was in den Blocks der South Bronx noch als konfrontatives Stilmittel und Schocker in Musikvideos galt, hat sich mittlerweile nicht nur etabliert, sondern ein prall gefülltes Baggie ist fast schon zum „must have“ für Rapartists geworden.  

Hiphop hat es über die Jahre geschafft, transparent zu machen, was seine Zielgruppe und die jeweilige Ära bewegt. Früher war es vor allem die Sensibilisierung für Armut, Sucht und Verwahrlosung, die in Verbindung mit Drogenhandel stand. Dass sich die globale Meinung über Marihuana geändert hat, ist besonders in diesem Genre hörbar, weil es im Hiphop meist nicht mehr als heftige Droge, sondern vor allem als alltägliches Genussmittel publiziert wird. Rap verleiht dem Wunsch nach der Legalisierung eine laute und machtvolle Stimme, die sogar bis zu den Politikern in der Chefetage durchdröhnt. Nicht nur in den Staaten, sondern auch hier in Deutschland spielt das Thema schon lange in Songtexten eine große Rolle. Schaut man zurück, trugen die Urväter des Deutschraps wie beispielsweise Samy Deluxe, die Beginner oder Creme de la Creme dazu bei, dass Weed den Weg vom Textblatt in aller Munde fand.

Blau-weiß und grün

Auch im konservativen Freistaat wagen sich in den letzten Jahren immer mehr Interpreten an die highkle Thematik und sprechen sich aktiv für legalen Konsum aus. „In Bayern kiffen – Obacht, dass di koana niederpeitscht. (…) I bin 24/7 breit als war des greane Gold in Bayern scho lang legalized“ rappt Urbayer BBou bereits seit 2016. Lyrics wie diese schüren das Gefühl, dass es überfällig ist, von der Regierung grünes Licht zu bekommen. Was eigentlich so einfach erscheint, ist allerdings ein langwieriger Prozess. Wenn aber populäre Musiker weiterhin Druck machen und den Menschen zeigen, dass sie laut werden müssen, wenn sich etwas verändern soll, könnte das ein Tritt auf’s Gas in Richtung landesweite Legalisierung sein.

Doch mal abgesehen von der politischen Lage –

Hiphop und Gras gehören zusammen wie das Chillum in die Bong.

Wie bereits angesprochen hat jedes Musikgenre signifikante Gimmicks. Viele denken berechtigter Weise bei Gras erstmal an Reggae, aber die Rapszene lässt zurzeit dermaßen viel Rauch aufsteigen, dass bei den Dreadheads die Marleyplatte im Player eiert. Früher war Hiphop vor allem in den Staaten wegen Alokoholexzessen verrufen. Der Missbrauch von Lean, Molly und Koks machen es heute erstmal auch nicht leicht, in diesem Genre eine Vorbildfunktion zu sehen. Jüngste Ereignisse, wie der Überdosis-Tod von Weltrapstar Mac Miller, stützen dieses Negativbild. Mit Cannabis ist es allerdings anders. Diesen Satz hören wir zwar ständig, aber er ist immer noch wahr: Kein Mensch ist jemals gestorben, weil er zu stoned war. Ganz im Gegenteil. Die Vorteile von Hanf und Marihuana waren nie so präsent wie jetzt. Maryjane und Hiphop – alte Schulfreunde, die einen weiten gemeinsamen Weg gegangen sind. Jahrzehntelang verhasst und verurteilt, jetzt zwei der prägendsten Materien unser Zeit.

Der Einfluss von Hip Hop auf Cannabis

Vielleicht ist das der Grund, weshalb das liebe Loud es von der Schöpfungsstunde des Hiphop, bis in all seine Subgenres der Gegenwart geschafft hat. Die erste „Droge“ in der Musik, die Fans nicht in Tränen über den Tod ihres Idols verzweifeln lässt, sondern eine Verbindung schafft. Wo Fußballfans in der Arena Bengalos zünden, gehen bei Rapkonzerten Dübel wie Friedenspfeifen durch die Menge. Keine Massenpanik. Wer schon bei einem solchen Konzert war, weiß, dass es auch niemanden interessiert, dass es ja eigentlich immer noch verboten ist.

Das verbale Stylekollektiv (VSK) um die Jungs von KIZ haben es geschafft, mit ihrem neuen Album nicht nur oldschoolige Beats in Land zurück zu holen. Sie bringen es mit Lines wie „Sie wollen uns verbieten zu blazen, doch überall da glühen die Raketen“ auf den Punkt. Es ist unter anderem die „we don’t give a fuck“-Einstellung von Hiphop, die dazu geführt hat, dass Weed in unseren Alltag integriert wird, unabhängig davon, ob es nach dem hochoffiziellen Gesetzbuch erlaubt ist oder nicht.

Selbstdenkeralarm. Von dieser Einstellung kann man sich auch in anderen Bereichen  des Lebens eine Scheibe abschneiden. Wir befinden uns in einem gesellschaftlichen Wandel, in dem wir wieder selbst lernen, zu entscheiden, was gut und was Gift für uns ist. Mutter Erde produziert kein illegales Rauschgift und Hiphop ist keine Teufelsmusik. Sie gehen Hand in Hand und werden uns hoffentlich noch Ewigkeiten als eingespieltes Team bereichern.

Titelbild deviantart.com by Kyle Lamberts (CC BY-NC-ND 3.0) 

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