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#AlkoHoletschek dreht auf: Scholz soll Legalisierung stoppen

#AlkoHoletschek dreht auf: Scholz soll Legalisierung stoppen
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Dass in der CSU gerne getrunken wird, ist allgemein bekannt, und sorgt bei Legalisierungsbefürwortern regelmäßig für Entrüstung. Schon unsere letzte Drogenbeauftragte, Daniela Ludwig (CSU), hatte aufgrund ihres feucht-fröhlichen Konsumverhaltens den Spitznamen Trinkerbell erhalten. Nun hat der Weedmob auf Twitter ein zweites Mal zugeschlagen und dem bayrischen Gesundheitsminister Holetschek einfach ein “Alko” vor den Namen gesetzt. Aus Gründen!

Weed zu gefährlich

Vor einer guten Woche war Bundeskanzler Olaf Scholz nach Magdeburg gereist, um sich bei einem Bürgertreff den Fragen der Magdeburger zu stellen. Eine tolle Idee, wenn man Bürgern Sicherheit in die politischen Entscheidungen, und eine gewisse Beteiligung am politischen Geschehen vermitteln will. Allerdings ist es schwierig, Sicherheit überzeugend zu vermitteln, wenn man nicht hinter den Themen steht, die man bespricht. So antwortete Scholz, als er nach der Legalisierung gefragt wurde, er habe sich selbst dazu durchringen müssen, die geplante Legalisierung von Cannabis richtig zu finden – »weil ich erstens nie gekifft habe«. Außerdem glaube er nicht, dass Drogenkonsum keine Konsequenzen für die Gesundheit habe, so der Bundeskanzler im Bürgerdialog. Na, er muss es ja wissen! Weiter sagt er, er befürworte eine Legalisierung mittlerweile. Zwar gebe es Leute, »die sich das Hirn weggekifft haben, und die schwere psychische Schäden davongetragen haben, weil sie es sehr übertrieben haben«. Die allermeisten aber hätten einen »halbwegs gesitteten Umgang« mit Cannabis. Deshalb solle es nun auch legalisiert werden – »und es soll auch ziemlich schnell gehen«.

Gesundheitliche Risiken laut Holetschek zu hoch

Hier hört man einen bestenfalls zum Thema schlecht gebildeten, schlimmstenfalls einen unambitionierten Kanzler. Ob er nicht an die vielen Vorteile glaubt, die eine Legalisierung mit sich bringt, oder einfach nichts von Jugend- und Gesundheitsschutz weiß (was zugegebener Maßen unwahrscheinlich ist), wissen die Götter. Jedenfalls macht sich ein Kanzler ohne feste Argumente für seine Vorhaben angreifbar – die CDU grätscht nun in eine Lücke, die sperrangelweit offenstand. So postuliert Holetschek selbstzufrieden:  “Wenn der Kanzler die großen gesundheitlichen Cannabis-Risiken kennt, sollte er jetzt von seiner Richtlinienkompetenz Gebrauch machen und das Legalisierungsvorhaben auf Eis legen.» Die Hemmschwelle dürfe nicht sinken. «Genau diese Gefahr besteht bei der im Berliner Koalitionsvertrag geplanten Abgabe für Genusszwecke», sagte Holetschek. «Es ist unverantwortlich, die Gefahren insbesondere für junge Leute durch Cannabis-Konsum zu verharmlosen». Auch Holetschek ignoriert vollkommen, dass der Jugend- und Gesundheitsschutz Argumente FÜR die Legalisierung sind, und versucht mit dramatischer Bauernfängerei und emotionalisiertem “Wir müssen die Kinder schützen!” a la Trump wissenschaftliche Fakten mundtot zu machen.

Doch dass psychische Erkrankungen aufgrund von Cannabiskonsum in den letzten Jahren zugenommen haben, ist nicht von der Hand zu weisen, und ebenso wenig, dass parallel dazu THC-Wert und Konsum anstiegen. Wagen wir einen Blick in die Statistik.

Hasch inzwischen doppelt so stark

Auf eine Anfrage der AFD stellte die Senatsgesundheitsverwaltung interessanten Zahlen zur Verfügung. Während der THC-Wert von beschlagnahmtem Hash im Jahr 2012 noch bei durchschnittlich 10,1% lag, was relativ entspannt ist, hat sich der Wert bis zu diesem Jahr mehr als verdoppelt, und liegt in diesem Jahr bei 20,4%. Auch der THC-Gehalt im Weed ist wahrscheinlich signifikant gestiegen, dies lässt sich jedoch leider nicht überprüfen, da man so klug war, CBD-Blüten bei der Erhebung mit einzuschließen. Somit kam man auf einen durchschnittlichen THC-Gehalt von 13,2%, im Gegensatz zu 2012 mit 12,1%. Da 2012 noch kein CBD-Weed im Umlauf war, wird diese Zahl noch nah an der Realität sein. Zieht man in Betracht, dass die stärkste Probe aus dem Jahr 2022 ganze 31% THC aufwies, kann man ungefähr abschätzen, WIE falsch der Vergleichswert sein muss.

Cannabiskonsum nimmt zu

Auch beschlagnahmt wurde mehr, was einerseits mit tatsächlich höheren Mengen zu tun haben kann, die im Verkehr sind; genauso gut aber auch mit einer erhöhten Überwachung von Delikten. Im Jahr 2011 wurden zwischen 200 und 400kg Cannabis beschlagnahmt; im Jahr 2016 schon zwischen 300 und 700kg, und im letzten Jahr ganze 2300kg. Warum die Werte in den Vorjahren so stark schwanken, war nicht in Erfahrung zu bringen. Die Statistiken der Krankenhäuser sprechen jedoch dafür, dass mehr konsumiert wird, oder der THC-Gehalt wirklich eine starke Auswirkung auf die psychischen Nebenwirkungen hat, denn während im Jahr 2012 “nur” 735 Personen wegen psychischer Verhaltensstörung aufgrund von Cannabinoidkonsum in Behandlung waren, waren es 2017 schon 1001, und 2019 1226. Allerdings werden psychische Erkrankungen, wenn sie diagnostiziert werden, während der Behandler vom Patienten weiß, dass er kifft, immer auch als Störung durch Cannabisabusus (Cannabisabhängigkeit/ -missbrauch) gelabelt. Wie viele Patienten, die ihre psychische Störung selbst mit Cannabis behandelt und verbessert haben also in dieser Statistik zu Unrecht als Problemfälle auftauchen, steht in den Sternen. Es ist aber gut, zu wissen, dass es so ist.

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