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Legalize 4 Jugendschutz – Wenn Cannabis zu Brokkoli wird

Legalize 4 Jugendschutz – Wenn Cannabis zu Brokkoli wird
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Kiffen ist uncool und Cannabis ist kein Brokkoli. Mit diesen Statements sorgt die Drogenbeauftragte Daniela Ludwig für ausreichend Spott im Netz. Dabei hat Frau Ludwig mit beiden Aussagen zusammen doch bereits einen Teil der Lösung zu dem Problem der stetig steigenden Zahlen bei minderjährigen Erstkonsumenten geliefert. Denn was gibt es bitte uncooleres als Brokkoli? Und wenn Cannabis mehr wie Brokkoli wäre, wäre Kiffen dann nicht uncooler und uninteressanter für Jugendliche?

Vielleicht sollte man bei einer Kampagne mit dem Namen „Kiffen ist nicht cool“ mit der Frage anfangen, worin denn der Coolness-Faktor von Cannabis begründet liegt? Sind es die gesundheitlichen Risiken, insbesondere für Minderjährige, die der Pflanze die Coolness geben? Auch die Wirkung des Krauts ist nicht unbedingt dafür berüchtigt, dass Menschen ungehemmter, ausgelassener und extrovertierter werden, wie es bei Alkohol der Fall ist.

„Cannabis ist kein Brokkoli“

Oder liegt es vielleicht vielmehr daran, dass Cannabis zu rauchen, es zu besitzen oder es gar zu verkaufen, etwas Verruchtes und Waghalsiges an sich hat. Was ein cooler Typ, der sich nicht um die Gesetze schert, der keine Angst vor der Polizei kennt und völlig abgebrüht seine Haschisch-Zigarette im Schulhof dreht. 

Die Legalisierung schadet nach Frau Ludwig der Prävention bei jungen Menschen, obwohl in allen Staaten, die Cannabis legalisiert oder zumindest entkriminalisiert haben, die Konsumrate bei Minderjährigen zurück geht, weil es Cannabis verharmlost. Nein Frau Ludwig, es macht Cannabis einfach nur uncooler und die Prävention könnte endlich auf einer Sachebene beginnen!

Die Coolness ist nicht das einzige Problem

Doch es gibt noch weitere Gründe dafür, warum eine regulierte Abgabe den Jugendschutz fördert. Das vielzitierte Statement von Cem Özdemir „Fragen sie mal, ob der Cannabis Dealer im Park nach dem Personalausweis fragt“ trifft dabei sogar nur einen Teil des Problems. Natürlich ist ein lizensierter Händler viel mehr darauf bedacht, dass der Jugendschutz eingehalten wird, als der eh schon kriminalisierte Straßendealer. Doch Minderjährige kaufen oftmals nicht mehr auf der Straße, sondern im Internet und treiben sich somit auf Illegalen Seiten herum, die neben Cannabis auch Crack, Heroin, Falschgeld, illegale Pornografie und Waffen verkaufen. Die Jugend ist hier versierter, als es sich eine Frau Ludwig überhaupt vorstellen kann, doch die meisten minderjährigen Käufer hätten solche Webseiten ohne die Cannabisprohibition vermutlich nie entdeckt.

Cannabis im Darknet – die größte Gefahr für die Jugend

Doch auf einem regulierten Markt hätte es für illegale Händler keine Attraktivität mehr, Cannabis überhaupt anzubieten, denn Hanf ist im Vergleich zu anderen Substanzen extrem risikoreich und unattraktiv zu verkaufen. Es riecht sehr stark, es hat ein sehr hohes Volumen und im Vergleich zu Kokain, etc. noch nicht einmal besonders gute Margen. Es hält sich ausschließlich aufgrund der extrem hohen Nachfrage und dem damit verbundenen Absatz im Portfolio der Darknet-Händler. Zudem ist es für diese Händler tatsächlich die perfekte Einstiegsdroge.

Danke an dieser Stelle für den passenden Kommentar von Frau Strack-Zimmermann (FDP) auf Twitter: „Nur weil man sich #Drogenbeauftragte nennt, heißt das nicht, dass man Ahnung von dem Job hat!“

Also bitte Frau Ludwig: Fangen Sie an umzudenken und machen Sie Cannabis mehr zu Brokkoli, denn Kinder hassen Brokkoli!

Hanf Balsam The Balm HempCrew

Kommentar(2)

  1. Bis 9. Juli kann im Bundestag die Petition „Strafverfolgung von Cannabis Patienten beenden!“ mit gezeichnet werden.
    Hier mehr Info: https://www.youtube.com/watch?v=pCtPI-sf7XA
    Jetzt mit zeichnen und weitersagen!

  2. WOW!!! Also DIE Antwort von Frau Dialogbereit müsst ihr euch mal geben!

    https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/daniela-ludwig/fragen-antworten/521347

    Und die Frau schreibt allen ernstes das hier auf ihrer Webseite:

    „Politik und insbesondere Drogen – und Suchtpolitik funktioniert nur im Dialog und den biete ich gern an.“

    https://www.drogenbeauftragte.de/beauftragte/daniela-ludwig.html?L=0

    Der Focus titelte noch: Drogenbeauftragte reagiert patzig auf Reporter-Frage: „Cannabis ist kein Brokkoli“

    „Bei der Pressekonferenz zur Drogenaffinitätsstudie wich die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig, einer offenbar unbequemen Reporter-Frage aus. Tilo Jung, vom Onlineportal „Jung und naiv“ fragte Ludwig: „Halten sie Alkohol auch für gefährlicher als Cannabis?“ Für ihre Antwort kassiert die Drogenbeauftragte nun Spott und Häme in den Sozialen Medien.“

    Der Artikel ist mittlerweile verschwunden. Das es den überhaupt beim Focus gab hat mich gewundert. Da war wohl der Censor pinkeln. Aber dass er existierte zeigt archive.org (Auf der Seite mal runterscrollen oder eine Seiten-Textsuche nach Daniela Ludwig machen):
    https://web.archive.org/web/20200706072918/https://www.focus.de/

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