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Kanada setzt Prioritäten in der Coronakrise: Ohne Pieks kein Weed

Kanada setzt Prioritäten in der Coronakrise: Ohne Pieks kein Weed
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Noch Anfang November des letzten Jahres berichtete mdr-Wissen, dass eine Studie festgestellt hat, wie sehr der Konsum von Cannabis, aber auch Alkohol in Kanada während der Coronakrise angestiegen ist. Innerhalb von 16 Monaten sind 1,6 Milliarden Dollar zusätzlich für Alkohol ausgegeben worden, und 811 Millionen Dollar für Cannabis. Doch damit ist für Einige nun vorerst Schluss.

Omikron führt zu verzweifelten Maßnahmen

Die Omikron-Welle hat Kanada derart überrollt, dass das Auswärtige Amt es als Hochrisikogebiet einstuft und vor der Einreise warnt. Trotz strenger Einreisebestimmungen, nächtlicher Ausgangssperre und Impfpflicht für Indooraktivitäten, bangt Quebecs Gesundheitsminister Christian Dube´um die Krankenhäuser. Sie stehen kurz vor einer Überlastung, was einzig mit einer höheren Impfquote abwendbar scheint. Um diese zu erreichen, setzt Dube‘ nicht etwa auf eine Impfpflicht; er ist deutlich kreativer, wie die Montreal Gazette am 7. Januar berichtete. Er kündigte kurzerhand an, ab dem 18. Januar Genussmittel wie Cannabis und Alkohol, nur noch Geimpften zugänglich zu machen. Auf die Frage, ob das nicht sehr drastisch sei, antwortete er: ”Wenn das Ungeimpften nicht gefällt, dann gibt es eine sehr einfache Lösung: sich impfen zu lassen”.

Man kann über diese Maßnahme denken, wie man möchte. Ihren Erfolg in Kanada hat sie nicht missen lassen. Wie der Gesundheitsminister einen Tag nach seiner Ankündigung twitterte, stieg die Zahl der vereinbarten Termine für Erstimpfungen innerhalb eines Tages von 1500 auf 6000. Eine regelrechte Welle der Impfwilligen rollt nun auf die Ärzte zu, doch damit nicht genug. Dube‘ zieht in Erwägung, auch andere nicht lebensnotwendige Dinge unter die Bedingung des Impfpasses zu stellen. Bleibt nur die Frage, ob der Gesundheitsminister die Bürger Quebecs überhaupt noch empfindlicher treffen kann.

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