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Dabbing – Erobert dieser Trend aus den USA auch Deutschland?

Dabbing – Erobert dieser Trend aus den USA auch Deutschland?
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Dabbing – ist das nicht diese seltsame Tanzgeste, die die coolen Kids von heute immer machen?

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Stimmt, aber Dabbing bzw. Dabben bezeichnet auch einen Trend, der die Cannabis-Szene gerade in Atem hält. Darunter versteht man den Prozess, hochkonzentrierte Cannabisextrakte auf einer heißen Oberfläche zu erhitzen und den dadurch entstehenden Rauch zu inhalieren. Die Extrakte werden “Dabs” oder in spezieller Form “BHO” (Butan-Hasch-Öl) genannt und können in Form von Wachs, Öl, klebriger “Budder” oder hartem “Shatter” erhitzt werden.

Das Dabben ist schon seit vielen Jahren als alternative Konsummöglichkeit von Cannabis verbreitet; zum Beispiel, indem das Cannabis einfach zwischen zwei heißen Messern platziert wird. Mittlerweile gibt es aber zahllose modernere Armaturen, gerne “Dab Rigs” genannt, wie zum Beispiel Dabbing-Bongs, die das Dabben erleichtern.

Vorteile von Dabbing

Das Dabben hat sich gerade unter KonsumentInnen, die Cannabis aus medizinischen Gründen nutzen, als gesündere Alternative zu Joint und Bong etabliert. Denn ähnlich wie beim Verdampfen mit dem Vaporizer verzichtet man beim Dabben auf die toxischen Nebenprodukte, die durch das Verbrennen von Cannabis entstehen würden. Ein weiterer Vorteil des Dabbens liegt darin, dass die verwendeten Konzentrate einen hohen Reinheitsgrad aufweisen. Zum Vergleich: Potente Cannabis-Sorten enthalten ungefähr 20-30 Prozent Cannabinoide, gute Konzentrate hingegen 70-90 Prozent. Das kommt vor allem denjenigen zugute, die sich beim Dabben auf das nicht psychoaktive CBD fokussieren wollen. Dieses Cannabinoid wirkt entkrampfend und entzündungshemmend und liegt bei den meisten Cannabis-Sorten nur in einer Konzentration von 1-5 Prozent vor, weshalb es sich anbietet, hier auf Extrakte umzusteigen.

Nachteile von Dabbing

Das kann man zwar auch als Vorteil zählen, aber der Effekt ist beim Dabben weitaus stärker als beim Rauchen von Cannabis. Gerade ungeübte KonsumentInnen könnten davon überfordert sein. Außerdem sind zumindest hierzulande die zum Dabben benötigten Cannabisextrakte nicht freiverkäuflich erhältlich. Dabber und alle, die es werden wollen, müssen die Dabs also selbst herstellen. Das ist kein einfacher Prozess – und manchmal auch kein ganz ungefährlicher. Es besteht zum Beispiel die Gefahr der Verunreinigung durch die für die Herstellung oft notwendigen Lösungsmittel. Anleitungen für die Herstellung von Dabs finden sich im Internet zwar wie Sand am Meer, aber wir empfehlen dringend, nur die relativ risikolosen Methoden ohne Butangas (s.u.) auszuprobieren.

Wie stelle ich Cannabisextrakte (Dabs) her?

Verbreitet ist die Herstellung von Dabs mit einem Extraktor. Dieser wird oftmals im Set mit einem Lösungsmittel, zum Beispiel DME (Dimethylether) verkauft und verspricht eine flotte, saubere Ölproduktion innerhalb weniger Minuten. Doch auch DME ist, genau wie Butangas, hochentzündlich und kann deshalb im schlechtesten Fall zu schweren Unfällen führen. Die Herstellung von Cannabisextrakten mithilfe von Lösungsmitteln sollte deshalb nur im Freien stattfinden und auch nur von Personen durchgeführt werden, die sich mit der Materie halbwegs auskennen.

Wer sich nicht auf Lösungsmittel verlassen will, ist mit der Rosin-Technik gut beraten, die Hitze und Druck nutzt, um Cannabisextrakte aus Pflanzenmaterial zu gewinnen. Benötigt werden hierfür lediglich eine Wärmequelle wie zum Beispiel ein Glätteisen und einige weitere Gegenstände, die sich in jedem Haushalt finden. Das Ergebnis ist ein öliges Cannabiskonzentrat, das komplett ohne Lösungsmittel auskommt und noch dazu innerhalb von wenigen Minuten fertig ist.

Informiert euch auf jeden Fall gut über die verschiedenen Methoden, bevor ihr euch dazu entscheidet, selbst Dabs herzustellen.

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