Home Grüne Seiten Forschung Die Rolle von CBD in der modernen Medizin

Die Rolle von CBD in der modernen Medizin

Die Rolle von CBD in der modernen Medizin
2

Nachdem sich die öffentliche Debatte um Cannabis endlich nicht mehr ausschließlich darum dreht, dass Marihuana angeblich eine Einstiegsdroge sei, rücken die medizinischen Möglichkeiten von Hanf in den Fokus der Diskussion. Besonders oft hört man dazu derzeit drei Buchstaben: CBD. Was ist das und vor allem: Was kann das?

Eigenschaften und Wirkung von CBD

CBD ist die Abkürzung für Cannabidiol, das zweite Cannabinoid, welches nach dem bekannten THC in der weiblichen Hanfpflanze vorkommt. Im Gegensatz zu THC wirkt CBD kaum psychoaktiv, sondern vorrangig entkrampfend, entzündungshemmend und angstlösend. Außerdem wirkt CBD der high-machenden Wirkung von THC entgegen. Klassisches Cannabis enthält in der Regel sehr viel THC und nur wenig CBD, Haschisch weist dagegen einen etwas höheren CBD-Anteil auf.

CBD hemmt Tumorwachstum und reduziert die Tumormasse

Weil Hanf jahrzehntelang verteufelt wurde und sich die Wissenschaft erst seit einigen Jahren mit den medizinischen Chancen von Cannabis beschäftigt, ist die Forschungslage zu CBD bislang recht dürftig. Wie genau CBD im Körper wirkt, ist weitgehend unklar. Diverse Studien legen jedoch nahe, dass CBD vor allem in der Krebstherapie ein vielversprechendes Heilmittel sein kann, da es das Tumorwachstum hemmt und die Tumormasse reduziert – etwa bei Brust-, Mund- oder Prostatakrebs. Im Gegensatz zu anderen Medikamenten sind die bisher erforschten Nebenwirkungen von CBD dagegen übersichtlich: Patienten müssen mit Benommenheit, Müdigkeit, vermindertem oder verstärktem Appetit rechnen.

CBD bei seltenen Epilepsie-Formen

Ein weiteres Feld, auf dem CBD zumindest in den USA bereits zum Einsatz kommt, ist in der Therapie von Epilepsie-Erkrankungen. Seltene Epilepsie-Formen wie das Dravet-Syndrom oder das Lennox-Gastaut-Syndrom verursachen intensive Anfälle, die mehrmals täglich auftreten können und Erkrankten so ein normales Leben kaum möglich machen. Eine 2017 veröffentlichte Studie konnte nachweisen, dass CBD die Anfälle signifikant vermindert. US-amerikanische Familien mit epilepsieerkrankten Kindern ziehen deshalb immer öfter in Staaten um, in denen CBD als Arzneimittel zugelassen ist.

Weitere mögliche Anwendungsgebiete für CBD

Der aktuelle Forschungsstand ist wie gesagt noch ausbaufähig, allerdings zeichnen sich einige weitere vielversprechende Anwendungsgebiete ab. Medikamente mit CBD könnten helfen bei:

Fest steht: Das Potential von CBD als Arzneimittel ist riesig – es muss nur noch genutzt werden.

CBD in Deutschland: Legal, aber nicht überall erhältlich

Aufgrund seiner nahezu fehlenden psychoaktiven Wirkung unterliegt CBD in Deutschland nicht dem Betäubungsmittelgesetz und ist deshalb legal erhältlich, zum Beispiel in Form von Öl, Kapseln oder Salben. CBD-Öle die zur medizinischen Anwendung gedacht sind und dementsprechend beworben werden, sind allerdings verschreibungspflichtig. Wer jetzt plant, bei seiner Apotheke nachzufragen, wird allerdings vermutlich enttäuscht werden. Nur wenige Apotheken führen CBD-Produkte. Fündig wird man eher online – in speziellen Online-Shops oder mittlerweile sogar auf Amazon gibt es eine große Auswahl an CBD-Produkten. Um einen kleinen Anhaltspunkt zu geben, können wir die Produkte von hanfpassion.de empfehlen, die allesamt EU-GMP und EU-GLP zertifiziert sind und unter pharmazeutischen Qualitätsvorgaben hergestellt werden.

Nachtrag: Leider hat amazon.de Anfang März 2018 beschlossen den Großteil aller CBD-Produkte aus dem Sortiment zu verbannen. Viele Anbieter sind daher auf ebay.de umgestiegen. Dort findet man weiterhin eine großes Angebot an CBD-haltigen Ölen, Cremes, Tee, etc.

Kommentar(2)

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.