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The High Way to Heaven Teil 3 – Chillige Songs zum Kiffen und Entspannen

The High Way to Heaven Teil 3 – Chillige Songs zum Kiffen und Entspannen
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Wir konnten es einfach nicht lassen! Nach dem ersten und zweiten Teil der „High Way to Heaven“, mussten wir einfach eine Trilogie daraus machen. Wäre ja auch nicht zu verantworten, wenn euch irgendwann die Musik ausginge, und ihr am Ende auf Justin Bieber zurückgreifen müsstet. Hier kommt der (vorerst) finale und (vielleicht) letzte Teil der Weedo Musik-Charts, natürlich wie bisher ohne Ranking:

Unsere Top Songs zum Kiffen und Entspannen:

The Chainsmokers – Sick Boy

Das US-amerikanische DJ-Duo Chainsmokers gehört vielleicht zu den besten Interpreten, die der EDM-Mainstream derzeit zu bieten hat. Bekannt geworden durch den Song „#Selfie“, aus dem Jahr 2014, stiegen sie laut dem Wirtschaftsmagazin Forbes innerhalb von fünf Jahren zu den bestbezahlten DJs der Welt auf. Zugegeben, Musikgeschichte haben sie bisher nicht geschrieben, jedoch dürften sie das Potenzial haben, das Daft Punk ihrer Generation zu werden. Der Song „Sick Boy“ überzeugt sowohl als Gesamtpaket, als auch durch Beat, Melodie und Vocals im Einzelnen.

The Libertines – Can‘t Stand Me Now

Libertines-Frontmann Pete Doherty ist wohl weitaus bekannter für seine frühere Drogensucht, und die damit verbundenen Skandale, als für seine Musik. Sein herausragendes Talent ist auf den wenigen Alben der Band jedoch deutlich hörbar. Auch viel dazu beigetragen hat Carl Barât, Dohertys Freund und Bandkollege, bis zur Auflösung der Libertines im Jahr 2004. Interne Konflikte, regelmäßig verstärkt durch Dohertys Crack- und Heroinsucht, besiegelten das Schicksal der Punk-Band, die sich seither nur noch gelegentlich für einzelne Konzerte wiedervereinigt. Der Erfolg jedoch lebt weiter. „Can‘t Stand Me Now“, aus dem eponymen Album „The Libertines“, ist ihrer bekanntesten, erfolgreichsten und auch letzten Songs und kann als Schnappschuss der wechselhaften Freundschaft von Doherty und Barât gesehen werden.

Gorillaz – Feel Good Inc.

Die Londoner Band Gorillaz ist streng genommen gar keine. Bestehend aus vier animierten, anthropomorphen Affen, existiert sie nur virtuell, seit sie 1998 von Damon Albarn und Jamie Hewlett erfunden wurde. Für Aufnahmen und Live-Konzerte wird auf ein loses Kollektiv von Musikern zurückgegriffen, darunter Blur, The Clash, George Benson und Snoop Dogg. Dementsprechend divers ist auch die Musik der Gorillaz, die zwischen Indie Rock, Trip Hop und Electronica pendelt. Im Gegensatz zum bekannten Track „Clint Eastwood“, der rein gar nichts mit seinem Namenspatron zu tun hat, ist bei „Feel Good Inc.“ übrigens mal wieder das drin, was außen drauf steht.

Bob Marley – Natural Mystic

„Natural Mystic“ ist der erste Track des Albums „Exodus“ von Bob Marley, das 1977 erschien und zu seinen wichtigsten Werken zählt. Nachdem er 1976 in Jamaica angeschossen wurde, nur zwei Tage vor dem kostenlosen Friedenskonzert „Smile Jamaica“, trat Marley dennoch auf. Auf die Frage nach dem Warum antwortete er: „Die Menschen, die diese Welt schlechter machen wollen, nehmen sich auch keinen Tag frei. Warum also ich?“ Kurz nach dem Konzert ging Marley aus Sicherheitsgründen ins Exil und lebte fortan in London, auch um seine Familie vor der Gewalt in Jamaica zu schützen. Das in London aufgenommene Album „Exodus“ handelt von Sex, Liebe, Politik und dem Leben im Exil, und „Natural Mystic“ ist vielleicht der beste Song der weltgrößten Reggae-Legende.

Deichkind – Leider Geil

„Kleine Kinderhände nähen schöne Schuhe – meine neuen Sneakers sind leider geil.“

Mit Zitaten wie diesem parodierten Deichkind die Doppelmoral des Konsumentenverhaltens. Sich selbst nehmen sie dabei natürlich nicht aus. Knallharte Ironie ist schließlich das Markenzeichen von Deichkind, die vor kurzem übrigens nach Jahren mal wieder ein neues Album herausgebracht haben. Nicht dass etwas neues zwingend notwendig gewesen wäre: Die Klassiker dieser Hamburger Elektropunk-Formation, wie etwa „Luftbahn“, „Denken Sie groß“ und „Bück dich hoch“, hört man so schnell nicht tot. Denn sie sind… Leider geil.

Arctic Monkeys – Why‘d You Only Call Me When You‘re High?

Die Arctic Monkeys, eine Garage Rock-Band mit Post Punk-Einflüssen, wurden 2002 im englischen Sheffield gegründet. Die Gründungsgeschichte ist wie so oft ungewöhnlich: Frontmann Alex Turner und Gitarrist James Cook, die Nachbarn und noch Schüler waren, bekamen unabhängig voneinander Gitarren zu Weihnachten und begannen daraufhin, miteinander zu üben. Innerhalb kürzester Zeit brachten sich die damals 15- und 16-jährigen selbst das spielen bei und gründeten kurz darauf mit Schulfreunden die Band Arctic Monkeys. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Bereits drei Jahre nach ihrer Gründung waren die Arctic Monkeys auf dem Weg zum Weltruhm. So wurde auch Alex Turner 2005 vom englischen Musikmagazin NME zum „coolsten Typen auf dem Planeten“ gekürt und setzte sich dabei, mit nur 19 Jahren, gegen Liam Gallagher und Kanye West durch. Weitere acht Jahre später folgten Zusammenarbeiten mit Josh Homme und weiteren Rock-Legenden.

Der von Einflüssen aus R&B und Blues Rock, sowie von Turners Yorkshire-Akzent geprägte Song „Why‘d You Only Call Me When You‘re High?“ zählt zu den bekanntesten der Band. Wie bei vielen der von Alex Turner geschriebenen Songs handeln die Lyrics übrigens von Alexa Chung, einer Autorin und Modedesignerin und Turners Ex-Freundin.

Marilyn Manson – Sweet Dreams

Dieser weltberühmte Track, den wohl fast jeder blind mitsingen kann, stammt ursprünglich vom britischen New Wave-Duo „Eurythmics“. Zugleich stellt er jedoch einen der wenigen Fälle dar, in denen eine Cover-Version mindestens ebenso bekannt wird, wie das Original. Zwar vielfach gecovert und abgekupfert, ist doch die bekannteste Fassung die von Brian Hugh Warner, auch bekannt als Marilyn Manson und Frontmann der gleichnamigen Band. Der exzentrische Rocker mit den abrasierten Augenbrauen, der fast nie ohne Make-Up das Haus verlässt, hat in der Vergangenheit schon vielfach polarisiert. So ließ er sich etwa in den 90ern zum Priester der „Church of Satan“ weihen, einer atheistischen Pseudoreligion, um als Symbolfigur des Skeptizismus und des Protests gegen Kirchen zu dienen. Desweiteren hat Manson, der als Pazifist gilt, seine Band und sich selbst nach Marilyn Monroe und dem Massenmörder Charles Manson benannt, wurde mit seiner Musik unsinnigerweise für Amokläufe mitverantwortlich gemacht, und spielte bereits Livekonzerte trotz gebrochener Beine. Ob man ihn nun hasst, liebt oder einfach seltsam findet, steht letztlich fest: Marilyn Manson ist ein Badass.

Lil Peep – Sunlight On Your Skin

Wie viele der genannten Musiker litt auch Lil Peep, der bürgerlich Gustav Elijah Åhr hieß, unter schweren Drogenproblemen. Der schwedisch-amerikanische Independent-Künstler starb 2017 an einer versehentlichen Überdosis von Beruhigungsmitteln, nur zwei Wochen nach seinem 21. Geburtstag. Die meisten bekannten Werke des Rappers, dessen Stil sich irgendwo zwischen Trap, Hip Hop, Emo und Punk ansiedelt, wurden postum veröffentlicht, teils mit nachträglichen Features von XXXTentacion und Fall Out Boy. Damit ist Lil Peep ein gutes Beispiel für große Künstler, die erst durch ihren Tod die verdiente Aufmerksamkeit erhalten. Im Gegensatz zu den meisten Tracks von Lil Peep, war „Sunlight on Your Skin“ nicht als Demo oder bloßes Experiment gedacht, sondern tatsächlich für die Veröffentlichung vorgesehen. Die melancholischen Emo-Pop-Vocals und die elektronische Melodie werden von Hip Hop-Beats untermalt. Nicht für jeden etwas, aber definitiv einen Versuch wert.

David Bowie – Heroes

Das beste kommt zum Schluss: Kaum ein Solokünstler gilt als wichtiger für die Geschichte der Popmusik, als David Bowie. Der Sänger, Multiinstrumentalist und Schauspieler, der durch Songs wie „Let‘s Dance“, „Rebel Rebel“ und „Space Oddity“ bekannt wurde, prägte gemeinsam mit seinen Zeitgenossen, etwa den Doors und den Beatles, die Pop- und Rockmusik des 20. Jahrhunderts so nachhaltig, dass er schon weit vor seinem Tod zur Legende wurde. Das Lied „Heroes“ des 2016 an Krebs verstorbenen Musikgenies ist in jeder Hinsicht ein Meisterwerk, gleicht einem Rausch und ist zudem der meistgehörte Bowie-Song auf Spotify.

Titelbild © kasipat – stock.adobe.com

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