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Achtung im Urlaub! Hier droht euch für Gras die Todesstrafe

Achtung im Urlaub! Hier droht euch für Gras die Todesstrafe
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Unter Palmen im Schatten der segnend heißen Sonne am Strand gemütlich eine Tüte rauchen. Hach, Fernweh kann so herrlich sein. Bei der Urlaubsbuchung surft man in Gedanken schon online auf der Welle und kann es vom Reisefieber gepackt, gar nicht erst erwarten bis es endlich in den Flieger geht. Doch bereits bei der Wahl deines Traumzieles ist Vorsicht geboten, denn auch wenn Cannabis bei uns als „weiche Droge“ klassifiziert ist und das Strafmaß im Regelfall eher milde ausfällt – es sei denn du armes Schwein wohnst in Bayern – gilt der alleinige Besitz oder Konsum in vielen Nationen bei weitem nicht mehr als Kavaliersdelikt und wird so nicht selten sogar mit dem Tode bestraft.

In China rollen die meisten Köpfe

Hasch, Liquid oder doch lieber harzige Buds? So vielfältig wie die Pflanze selbst, ist auch die vorherrschende, weltweite Gesetzgebung und Ahndung von Cannabis. Doch ist alleine bereits die Vorstellung daran so grotesk, dass ein Mensch für etwas mit dem Tode bezahlen muss, was in so vielen Regionen im gemeinen als Medizin verwendet wird. Dennoch wurden in den letzten Jahren, in über 30 Ländern, etliche Todesstrafen für reine Drogendelikte ausgesprochen. Spitzenreiter dieser traurigen Statistik ist China und im Falle einer Verurteilung wird diese normalerweise bereits binnen einer Woche, im wahrsten Sinne des Wortes, verhängt. Hierbei macht die rigorose Justiz Chinas auch bei Ausländern und Touristen keine Ausnahme. 

Keine Chance auf Gnade

Doch nicht nur in China drohen euch verhängnisvolle Konsequenzen. So reichen zum Beispiel bei der Einreise nach Katar oder in die Arabischen Emirate selbst kleinste Gras-Rückstände (<0,1g) an Smartphone, Kleidung oder Reisegepäck für eine Verurteilung aus und werden drakonisch bestraft. Ähnlich kritisch werden Cannabis-Vergehen in weiten Teilen des Asiatischen Raumes geahndet. Thailand, Vietnam, Malaysia, Singapur und Indonesien verstehen nicht nur bei einheimischen Kiffern keinen Spaß. Auch hier sind oft ein paar Gramm eurer Urlaubs-Notration ausreichend um euch hinter Gittern oder im schlimmsten Fall sogar unter die Erde zu bringen. Gnade oder Auslieferungsabkommen gibt es kaum und auch die Chance auf einen fairen Prozess bleibt bei fehlenden Sprachkenntnissen oder ohne das nötige Kleingeld fast aussichtslos.

Medizin oder Rauschgift?

Aber aus welchem Hintergrund agieren immer noch so viele Nationen so drastisch hinsichtlich ihrer Drogenpolitik? Der Umgang scheint jedenfalls angesichts der Gesetzeslage in der westlichen Welt geradezu mittelalterlich und barbarisch. Auffällig ist, dass vorwiegend muslimische Länder aus dem arabischen und asiatischen Raum kein Pardon kennen, wenn es um die Bestrafung von Delikten mit der grünen Wunderpflanze geht. Das liegt zum einen natürlich am flächendeckend streng praktizierten, islamischen Glauben, für welchen Drogen und Gelüste jeglicher Art einfach ein rotes Tuch sind. Jedoch ist auch die Klassifizierung von Cannabis als hartes Rauschgift grundlegend dafür verantwortlich, dass harmloses Gras als Teufelskraut verunglimpft wird.

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Kenne die Knigge!

Grade als Tourist in Ländern mit kritischer Gesetzeslage ist somit besondere Vorsicht geboten. Zudem sollte man sich bereits vor der Anreise mit der dort geltenden Gesetzeslage und der kulturellen Knigge vertraut zu machen, um sich nicht unnötig in Gefahr zu bringen. Denn vieles was im europäischen Sinne als vollkommen normal gilt und Bestandteil unseres Alltags darstellt, wird nicht überall toleriert und geduldet, eben auch nicht bei Urlaubern. Letztendlich bleibt nur zu hoffen, dass sich die betroffenen Regionen zukünftig nicht nur industriell weiterentwickeln, sondern auch gesellschaftspolitisch das Mittelalter verabschieden.


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