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Podcast: CBD und Tier – passt das zusammen?

Podcast: CBD und Tier – passt das zusammen?
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Viele Haustierbesitzer stellen sie die Frage, ob CBD für Tiere wirklich geeignet ist und was es den Tieren bringt. Beim Menschen kennen wir bereits viele positive Eigenschaften, aber funktioniert das auch bei unseren Vierbeinern? In der heutigen Podcast Folge geht es genau um diese Frage: CBD und Tier – passt das?

Cannabis bei Tieren

Aktuell es gibt leider noch kaum wissenschaftliche Studien zum Thema Cannabis bei Tieren. Es gibt allerdings auch keine dokumentierten Fälle, bei denen Lebewesen wie Hunde, Katzen oder Pferde wegen THC, dem psychoaktiven Bestandteil in Cannabis, krank werden oder sterben. 

In Deutschland ist THC illegal. Rechtlich gibt es aber im deutschen Tierschutzgesetz explizit keinen Hinweis darauf, was passiert, wenn man seinem Tier Cannabis geben würde. Wichtig ist nur, dass Haustiere generell sehr viel sensibler reagieren als Menschen, so auch bei THC. Deswegen darf THC nicht einfach so bei Tieren angewandt werden. 

CBD & Tier: passt das?

Menschen und Tiere besitzen wie jedes Säugetier ein sogenanntes Endocannabinoid-System, welches aus Rezeptoren besteht, die es uns ermöglichen pflanzliche Cannabinoide oder Endocannabinoide (körpereigene Cannabinoide) über das Nervensystem zu verstoffwechseln. Das Endocannabinoidsystem hat verschiedene Aufgaben. Es gibt 2 Rezeptoren: CB1 und CB2, ein dritter wird vermutet, aber ist noch nicht bestätigt. CB1 liegt im zentralen Nervensystem (z.B. im Gehirn), CB2 im peripheren Nervensystem (Organe, Immunzellen). Das Nervensystem ist für ein besseres Verständnis aufgeteilt in ein zentrales und peripheres Nervensystem. Unser Körper bildet selbst Cannabinoide, die an verschiedenen Aufgaben im Körper beteiligt sind.

Ein paar Facts:

  • Cannabinoide sind fettlöslich
  • 113 Cannabinoide mit eigenen medizinischen Anwendungsmöglichkeiten (hier)

Eigenschaften und Anwendungen von CBD: 

  • entzündungshemmend
  • schmerzlindernd
  • wirksam gegen Epilepsie 
  • gegen Hauterkrankungen 
  • bei Menschen: gegen Angst und Depressionen
  • bei Tieren: bei Verhaltensauffälligkeiten
  • Hemmung des Appetits (z.B. bei Krebspatienten) 
  • unterstützend bei Bewegungsstörungen

CBD: Nebenwirkungen und Wechselwirkungen?

Hat CBD Nebenwirkungen: 

Nein, nicht wirklich. Bei manchen Tieren kann es zu Durchfall und/oder Erbrechen kommen. Typisch für Hanf ist ein trockener Mund, deswegen kann es zu einem erhöhten Durst-Gefühl und somit Trinken kommen. Bei einer deutlichen Überdosierung kann es zu Schläfrigkeit kommen.

Kann es bei CBD zu Wechselwirkungen kommen?

Meine persönliche Erfahrung: Die zeitverzögerte Gabe von CBD (2-3 Stunden z.B.) mit anderen Medikamenten zeigt keine Wechselwirkungen. Ansonsten muss man ganz genau prüfen, welche Wirkstoffe auf welche Weise im Körper wirken, um herauszufinden, wie CBD darauf Einfluss nehmen kann. Pauschal ist keine Aussage möglich.

Achtung: bei Leber-kranken Hunden nicht einfach so mit CB anfangen, da CBD über die Leber abgebaut wird. Hier bitte mit einem Tierarzt sprechen. Auch beim MDR1 Defekt kein CBD Öl ohne Absprache mit einem Tierarzt verabreichen.

Mein Tipp: Die Dosis sehr gering anfangen und darauf achten, wie das Tier reagiert. Bei Katzen achten viele Besitzer darauf, dass keine Terpene im CBD Öl enthalten sind. Allerdings ist bei der geringen Dosis (Die Dosis macht das Gift) eine toxische Reaktion sehr unwahrscheinlich. 

Hinweis: Sollte Dein Haustier medizinische Probleme haben, spreche Dich bitte immer mit einem Tierarzt ab, bevor du mit der Gabe von CBD Öl beginnst.

Meine persönliche Erfahrung: 90% positive Erfahrungswerte in Bezug auf CBD Öl bei Tieren. Was ist mit den restlichen 10%? Hier muss immer individuell berücksichtigt werden, warum es dem Haustier vielleicht nicht geholfen oder es nicht funktioniert hat. Es kann teilweise auch ein Anwendungsfehler sein, die falsche Dosis oder individuelle Faktoren Deines Haustieres.

Fazit:

Gesundheit ist immer ganzheitlich zu betrachten. Alleine mit CBD Öl kann kein Wunder geschehen. Angefangen bei der Ernährung bis hin zur Erziehung des Haustieres – es ist wichtig, alle Aspekte zu betrachten, damit CBD bei unseren Haustieren helfen kann. Hier ist auch noch wichtig, wenige unnötige Medikamente zu verabreichen und auf einen gesunden Darm der Haustiere zu achten.

Meine Hündin ist jetzt 10 Jahre alt. Sie hat eine Augenkrankheit, bei der sie immer mehr blind wird. Ein kleiner Jack Russel Mischling. Seit 2 Jahren hat sich der Zustand verbessert – dank CBD.

Und zur anfänglichen Frage: CBD und Tier – passt das? JA!

Und hier könnt ihr reinhören:

Susanne Gruber – Hanf und Tier Podcast

Susanne Gruber beschäftigt sich seit drei Jahren intensiv mit dem Thema Hanf. Der Hanf und Tier Podcast ist somit ein absolutes Herzensprojekt von ihr. Mit dieser Podcast-Reihe möchte sie einen umfangreichen Einblick in die Pflanze Hanf, Cannabinoide und Rechtliches dazu bieten. Sie stellt dabei unter anderem aktuelle Studien vor, die sich explizit mit Cannabinoiden und Haustieren beschäftigen. Empfehlenswert für jeden Haustierbesitzer, der einen sicheren Umgang mit Cannabinoiden für seinen Vierbeiner erreichen möchte. Jeden Dienstag gibt es in unserem Magazin eine neue Folge des erfolgreichen Hanf und Tier Podcasts!

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