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Podcast: CBD Öl für Katzen

Podcast: CBD Öl für Katzen
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Der neue Podcast „Hanf und Tier“ von Susanne Gruber beschäftigt sich mit dem Potential von Cannabis als Medikament bei Tieren. In unserem Magazin veröffentlichen wir ausgewählte Folgen zum Thema Hanf und Tiergesundheit. Unten im Betrag findet ihr die aktuelle Podcast-Folge! Und los geht’s:

Ist CBD Öl für Katzen geeignet?

Um diese Frage zu klären müssen wir erst einmal allgemein den Unterschied von Stoff-bzw. Arzneistoff-Verträglichkeit unterschiedlicher Spezies betrachten. 

Hunde, Katzen, Pferde und andere Tierarten haben einen artspezifischen Metabolismus, also Stoffwechsel.

Allgemein erklärt ist der Stoffwechsel die übergeordnete Bezeichnung für alle im Organismus von Pflanzen, Tieren und Menschen sowie Mikroorganismen ablaufenden chemischen Reaktionen. Stoffwechselreaktionen dienen entweder dem Aufbau und der Speicherung von Körper- und Zellsubstanz oder ihrem Abbau.

Katzen fehlt ein Enzym

Katzen aller Rassen weisen eine unvollständige Glukuronidierungsfähigkeit für gewisse Substanzen wie Terpene oder Phenole auf. Diese Enzyme sind wichtig beim Abbau von Stoffen und schädlicher Stoffe im Körper. Es ist also so, dass Katzen und andere Tierarten gewisse Stoffe unterschiedlich gut vertragen. 

Die Terpen-Unverträglichkeit der Katze wird mit einer mangelhaften Glucuronidierung erklärt. Berichte über die Unfähigkeit der Katze, Medikamente und giftige Stoffe zu glucuronidieren stammen aus wissenschaftlicher Literatur von vor fast 60 Jahren. 

Seitdem haben verschiedene Studien festgestellt, dass dieser Mangel bei Katzen nicht auf alle glucuronidierten Medikamente zu verallgemeinern ist, sondern von der Arzneimittelstruktur abhängt. In pharmakologischen Texten und anderen Quellen wird häufig eine mangelnde Glucuronidierung als Ursache für die Giftigkeit oder die Notwendigkeit einer Dosisreduktion von glucuronidierten Arzneimitteln bei Katzen angeführt – allerdings ohne angemessene Begründung.

Faktisch wissen wir also, dass Katzen gewisse Wirkstoffe nur langsam oder kaum verstoffwechseln können. Gerade in der Pflanzenheilkunde muss man mit den Samtpfoten einiges mehr beachten, als bei anderen Tierarten. 

Kann ich meiner Katze CBD Öl geben?

Generell kann man CBD Öl Katzen verabreichen. Allerdings würde ich zu einem CBD Isolat oder einem entsprechend aufbereiteten Vollspektrum Öl ohne Terpene raten. Es gibt definitiv Unterschiede innerhalb der Terpene, wie gut Katzen gewisse vertragen und wo man ganz besonders aufpassen muss. Es ist auch so, dass sicherlich kaum ein Hersteller eine Angabe machen kann wieviel (Gramm, Milligramm oder Mikrogramm) Terpene im entsprechenden Vollspektrum CBD Öl sind, geschweige denn welche. 

Für uns Menschen können Terpene wertvolle und unbedenkliche Helfer sein, daher besteht einfach nicht die Notwendigkeit die Produkte entsprechend zu testen. Die Katze kann allerdings bei einer Vergiftung durch ätherische Öle mit Übelkeit mit Erbrechen, Durchfall, Sabbern, Koordinationsprobleme und Benommenheit reagieren.

Und zu guter Letzt dürfen wir nicht vergessen, gerade Katzen sind äußerst kritisch bei dem was sie in Ihrem Napf vorfinden. Auch hier wäre es schön, wenn du das CBD Öl über die Mundschleimhaut verabreichen könntest. Bevor das allerdings mit Verletzungen endet, kannst du das Öl auch über das Futter tropfen. Der Geschmack ist entscheidend und hängt ganz von deiner Katze ab, es kann gut sein, dass du einige „Trägeröle“ (Hanfsamenöl, MCT, Olivenöl) ausprobieren musst, bis deine Katze das Futter wieder frisst. Achte bitte wie bei allem auf die Qualität des Produktes und frag auch mal beim Hersteller kritisch nach, wenn du dir unsicher sein solltest. Es geht schließlich um die Gesundheit deines Tieres. 

Und hier könnt ihr reinhören:

Die Folge gibt es außerdem noch bei Apple Podcasts:

Susanne Gruber – Hanf und Tier Podcast

Susanne Gruber beschäftigt sich seit drei Jahren intensiv mit dem Thema Hanf. Der Hanf und Tier Podcast ist somit ein absolutes Herzensprojekt von ihr. Mit dieser Podcast-Reihe möchte sie einen umfangreichen Einblick in die Pflanze Hanf, Cannabinoide und Rechtliches dazu bieten. Sie stellt dabei unter anderem aktuelle Studien vor, die sich explizit mit Cannabinoiden und Haustieren beschäftigen. Empfehlenswert für jeden Haustierbesitzer, der einen sicheren Umgang mit Cannabinoiden für seinen Vierbeiner erreichen möchte. Jeden Dienstag gibt es in unserem Magazin eine neue Folge des erfolgreichen Hanf und Tier Podcasts!

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