Home Grüne Seiten Forschung Smoke and Drive? Wie gut verträgt sich Kiffen mit Autofahren?
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Smoke and Drive? Wie gut verträgt sich Kiffen mit Autofahren?

Smoke and Drive? Wie gut verträgt sich Kiffen mit Autofahren?
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2,6 Millionen Verkehrsunfälle gab es deutschlandweit im Jahr 2017 – das ist ein neuer, trauriger Rekord. Glücklicherweise ist die Zahl der Verkehrstoten wiederum auf einem historisch niedrigen Stand: 3.177 Menschen starben im letzten Jahr bei Unfällen im deutschen Straßenverkehr. Dass das immer noch 3.177 Menschen zu viel sind, müssen wir nicht weiter betonen.

Jeder 14. Verkehrstote durch Alkohol am Steuer

Laut dem Statistischen Bundesamt wurde jeder 14. Verkehrstod durch die Beteiligung von Alkohol am Steuer verursacht. Ab 0,3 Promille wird in Deutschland deshalb von einer sogenannten “relativen Fahruntüchtigkeit” ausgegangen – dieser Wert ist eigentlich immer noch zu hoch, wenn man bedenkt, dass bereits ab 0,2 Promille Sehvermögen und Bewegungskoordination nachlassen. Grundsätzlich ist es also auf jeden Fall die beste Idee, gar nichts zu trinken, wenn man noch mit dem Auto fahren möchte. Sicher ist sicher.

Cannabis und Auto fahren: Wer kontrolliert wird, hat schlechte Karten

Auch Cannabis-KonsumentInnen wissen längst, dass sie die Hände vom Steuer lassen sollten – selbst wenn der letzte Joint bereits ein paar Tage her ist. Denn ab 1 Nanogramm THC pro Milliliter Blut wird man als nicht mehr fahrtauglich eingestuft. Und wie lange das THC im Blut nachweisbar bleibt, kann von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich ausfallen. Viele regelmäßige KonsumentInnen verzichten deshalb grundsätzlich darauf, Auto zu fahren, um nicht zu riskieren, in eine zufällige Verkehrskontrolle zu geraten. Denn dann heißt es im schlechtesten Fall: Lappen weg, ab zur MPU. Nicht falsch verstehen, wir sind keinesfalls der Auffassung, dass die vorgegebenen Grenzwerte, die tatsächliche Fahreignung widerspiegeln und noch weniger halten wir die MPU und deren Methoden in den meisten Fällen für angebracht.

Bekifft Auto fahren? Lasst das bloß bleiben!

Aber nicht nur aufgrund der Grenzwerte für Cannabis im Straßenverkehr sollte jeder Kiffer doppelt und dreifach darüber nachdenken, ob er sich nach einem chilligen Abend noch hinters Steuer setzt. Auch wenn oft argumentiert wird, bekifft fahre man ja viel vorsichtiger und damit sicherer als angetrunken – alles Unsinn. Mehrere Studien sind zu dem Schluss gekommen, dass Cannabiskonsum das Unfallrisiko teilweise signifikant erhöht. Und amerikanische Forscher konnten jüngst in einer Langzeitstudie nachweisen, dass sich am 20. April, dem internationalen Kiffer-Welttag, mehr tödliche Verkehrsunfälle ereignen als an jedem anderen Tag. Die Legende vom Stoner, der bekifft vorsichtiger fährt als nüchtern, ist damit endgültig widerlegt.

Cannabis-Patienten und Auto fahren: Nur wer fahrtüchtig ist, darf auch ans Steuer

Im Gegensatz zu FreizeitkonsumentInnen dürfen Cannabis-Patienten prinzipiell Auto fahren. Allerdings gilt auch hier: Wer sich nicht fahrtüchtig fühlt, sollte das Auto stehen lassen. Das kann vor allem in der Eingewöhnungsphase der Fall sein, weshalb der Deutsche Verkehrssicherheitsrat dazu rät, zu Beginn der Cannabis-Therapie auf das Autofahren zu verzichten. Sobald sich der Körper an die Medikation gewöhnt hat und keine einschränkenden Nebenwirkungen auftreten, ist es durchaus möglich, ein Fahrzeug zu lenken. Dann sollte der Cannabis-Patient allerdings immer sein aktuelles Rezept oder die ärztliche Therapie-Bescheinigung mit sich führen. Aufgepasst: Wer Cannabis-Patient ist und Ausfallerscheinungen aufweist, also zum Beispiel Schlangenlinien fährt und sonst irgendwie auffällig wird, kann trotzdem strafrechtlich belangt werden.

Unfälle passieren schneller als man denkt und wenn ihr jemand anderes aufgrund eurer beeinträchtigten Reaktionszeit schwer verletzt oder schlimmer, wird euer Leben nicht mehr das selbe sein. Wir von Weedo sagen: Egal ob Alkohol, Cannabis oder Übermüdung, es ist grob fahrlässig und unverantwortlich, in einem eingeschränkten geistigen Zustand Auto zu fahren. Bleibt sicher – und sorgt dafür, dass auch andere sicher bleiben.

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