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Trägeröle in CBD-Ölen: 5 Basisöle und ihre Unterschiede

Trägeröle in CBD-Ölen: 5 Basisöle und ihre Unterschiede
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Jedes CBD-Öl, sei es mit einem CBD-Gehalt von 5%, 10% oder sogar 30%, hat ein bestimmtes Öl als Basis, welches das CBD Extrakt verdünnt und somit hilft den Wirkstoff CBD in den Körper zu transportieren. Das Öl, auf welchem das CBD-Öl basiert, wird als Trägeröl, alternativ auch als Basis- oder Grundöl, bezeichnet. Dabei gibt es verschiedenste Arten. Die gängigsten sind Hanfsamen- und MCT-Öle. Allerdings können auch noch weitere Öle wie beispielsweise Traubenkern-, Oliven- oder Avocadoöl als Trägeröle dienen. Denn jedes Öl hat seine eigenen Vor- und Nachteile. 

Doch was genau ist wichtig bei der Auswahl des Trägeröls? Welche positiven und negativen Eigenschaften unterscheiden diese? Und vor allem: zu welchem CBD-Öl sollte ich greifen und welche Rolle spielt dabei das Trägeröl?

Die Auswahl des CBD Trägeröls

Trägeröle sind essenziell bei der Herstellung von CBD-Ölen, denn sie lösen die Wirkstoffe der Cannabispflanze aus dem Hanfextrakt, wodurch die Wirkstoffe leichter verwertbar werden. Wie bereits erwähnt wird zudem das CBD-Extrakt verdünnt, was zum Beispiel eine Dosierung der richtigen CBD-Menge um einiges erleichtert.

Die Auswahl des passenden Trägeröls gliedert sich dabei im Grunde in drei Hauptpunkte: 

1. Die Vor- und Nachteile der Trägeröle an sich: Sprich die positiven und negativen Eigenschaften eines MCT- oder Hanfsamenöls. Unabhängig vom darin gelösten CBD.  

2. Die Bioverfügbarkeit: Also der prozentuale Anteil des Wirkstoffs (in diesem Fall CBD), welcher unverändert verfügbar ist. Dieser kann sich bei verschiedenen Arten von Trägerölen unterscheiden. Die Bioverfügbarkeit sagt somit aus, wie viel vom eigentlichen CBD schlussendlich im Körper verwertet wird.

3. Der Geschmack: Dadurch, dass das gewählte Trägeröl den größten Teil im CBD-Öl ausmacht, ist der Geschmack des Öls eben von diesem abhängig. Hier spielt bei der Auswahl die persönliche Präferenz eine große Rolle. 

Welches CBD Trägeröl hat welche Eigenschaften?

Hanfsamenöl

Das Hanfsamenöl wird, wie der Name schon sagt, aus der Kaltpressung von Hanfsamen gewonnen und enthält praktisch keine Cannabinoide oder Terpene. Es gilt als sehr hochwertiges Speiseöl, da die ungesättigten Fettsäuren Linolsäure und Linolensäure enthalten sind. Das Hanfsamenöl bildet folglich in überwiegend hochwertigen CBD-Ölen die Basis und gilt als eines der am besten geeigneten Trägerölen. Den Geschmack kann man als leicht nussig beschreiben.

Die Vorteile des Hanfsamenöls sind:

  • ein hoher Anteil an Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren
  • eine optimale Verwertung dank 3:1 Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 Fettsäuren
  • eine hohe Bioverfügbarkeit
  • wichtige im Öl enthaltene Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium, Kalium, Eisen, Zink, Phosphor, Mangan, Kupfer und Natrium
  • wichtige im Öl enthaltene Vitamine wie Vitamin B1, B2, E und A
  • viele gesundheitliche Eigenschaften, die dem Öl nachgesagt werden, wie etwa die Linderung von Angstzuständen und Entzündungen, die Reduktion von prämenstruellen Symptomen und dem Risiko von Herzerkrankungen. Auch bei Akne kann die Wahl von Hanfsamenöl als Trägeröl hilfreich sein.

Die Nachteile des Hanfsamenöls sind:

  • ein vergleichsweiser hoher Preis im Gegensatz zu minderwertigeren Ölen
  • keine wirkliche Eignung für hochprozentige CBD-Öle aufgrund einer geringeren Lösungswirkung (MCT-Öle sind geeigneter).
  • ein bitterer Eigengeschmack

Wer von dem Eigengeschmack des Hanfsamenöls nicht begeistert ist, aber trotzdem nicht auf die positiven Eigenschaften davon verzichten will, dem empfiehlt es sich die CBD-Öle von HempCrew unter die Lupe zu nehmen. Diese vereinen alle Vorteile des Hanfsamenöls und das in fünf verschiedenen Geschmacksrichtungen.

MCT-Öl

Mittelkettiges Triglycerid (MCT-) Öl enthält im Gegensatz zu anderen Ölen mittelkettige Fettsäuren, welche gleich mehrere Vorteile mit sich bringen.  MCT wird hauptsächlich aus Kokos- oder Palmöl gewonnen; diese sind reich an verschiedenen mittelkettigen Fettsäuren wie Capron(C6) – Capryl(C8) – und Caprinsäure(C10). Die positive Wirkung von MCT begründet sich dadurch, dass der menschliche Körper in der Lage ist, mittelkettige Fettsäuren schneller aufzunehmen, da sie beim Verdauungsprozess nicht erst in kleinere Teile geteilt werden müssen. Das hat zur Folge, dass auch das im Öl enthaltene CBD schneller in den Kreislauf gerät.

Die Vorteile des MCT-Öls sind:

  • die Geschmacklosigkeit
  • mittelkettige Fettsäuren, die schnell in den Körper gelangen und somit direkt in Energie umgewandelt werden
  • eine hohe Bioverfügbarkeit
  • die Vielseitigkeit, da es auch als Schmieröl für angespannte Stellen im Körper verwendet werden kann
  • viele gesunde Eigenschaften, die dem Öl nachgesagt werden. So kann es Beispielsweise den Stoffwechsel ankurbeln und beim Abnehmen helfen. Es eignet sich zudem optimal als Energiequelle.

Die Nachteile des MCT-Öls sind:

  • die Geschmacklosigkeit
  • das Fehlen von sekundären Pflanzenstoffen und Antioxidationsmitteln. Sie verlangsamen oder verhindern so die Oxidation anderer Substanzen, welche in anderen Ölen enthalten sind

Die Geschmacklosigkeit kann sowohl als Vor- als auch Nachteil betrachtet werden. Je nachdem, ob einem der natürliche Geschmack der Trägeröle missfällt oder nicht. Bei hochprozentigen CBD-Ölen ist die Geschmacklosigkeit ein klarer Vorteil. So kann auch ein stark dosiertes Öl mit 30% sehr mild schmecken, da sich der Eigengeschmack nicht mit den zugegebenen Aromen messen kann. Auf diese Weise kommt ein unverfälschter Geschmack zu Stande, der überhaupt nicht bitter oder herb schmeckt.

Traubenkernöl

Traubenkernöl wird aus Weintraubenkernen gewonnen; das verleiht dem Öl einen leicht fruchtigen Geschmack. Obwohl das Traubenkernöl nicht so oft Verwendung findet, eignet es sich gut als CBD-Trägeröl. Die Lösungs- und Absorptionswirkung lässt sich hier als hoch einstufen, auch wenn sie geringer ist als beispielsweise beim MCT-Öl.

Die Vorteile von Traubenkernöl sind:

  • antioxidative Eigenschaften dank des hohen Vitamin-E-Gehalts
  • ein hoher Omega-6-Gehalt
  • der günstige Preis
  • die vielen enthaltenen Mineralstoffe
  • der leicht fruchtige Geschmack

Die Nachteile von Traubenkernöl sind:

  • eine schlechtere Lösungs- und Absorptionswirkung
  • das Fehlen von Omega-3-Fettsäuren

Das Traubenkernöl ist mit Sicherheit keine schlechte Wahl für ein CBD-Trägeröl. Allerdings eignen sich, im direkten Vergleich, das Hanfsamen- sowie das MCT-Öl besser. Der Geschmack ist dabei natürlich von der persönlichen Präferenz abhängig.

Olivenöl

Das handelsübliche Olivenöl ist nicht nur zum Kochen, sondern auch als Trägeröl für CBD-Öle gut geeignet. Das, aus Oliven kaltgepresste, Öl ist vor allem für seinen guten Geschmack bekannt und beliebt.

Die Vorteile von Olivenöl sind:

  • der vertraute Geschmack
  • ein hoher Vitamin A-, D- und E-Gehalt
  • antioxidative Eigenschaften
  • viele gesundheitliche Eigenschaften, die dem Öl nachgesagt werden, wie etwa dem Verringern des Risikos von Herzerkrankungen oder entzündungshemmende Wirkungen

Die Nachteile von Olivenöl sind:

  • die womöglich geringere Bioverfügbarkeit, da es mehr Verarbeitung erfordert. In Verbindung mit CBD könnte sich dies negativ auswirken.

Wie beim Traubenkernöl ist auch das Olivenöl ein brauchbares Trägeröl. Doch auch dieses schafft es nicht die anderen beiden Spitzenreiter abzuhängen. Im Vergleich zum Hanfsamen- oder MCT-Öl besitzt Olivenöl eine zu geringe Bioverfügbarkeit und verwertet dadurch nur schlecht das enthaltene CBD.

Avocadoöl

Das Avocadoöl ist von seinen gesundheitlichen Eigenschaften mit dem Olivenöl vergleichbar. Es ist reich an gesunden Fetten, allerdings schwer verdaubar. Das senkt die Bioverfügbarkeit und macht es somit zu einem weniger vorteilhaften Trägeröl. Der Geschmack lässt sich als leicht nussig beschreiben.

Die Vorteile von Avocadoöl sind:

  • viele gesunde Fette
  • hoher Vitamin A-, D- und E-Gehalt
  • antioxidative Eigenschaften
  • viele gesundheitliche Eigenschaften, die dem Öl nachgesagt werden, wie etwa die Senkung vom Cholesterinspiegel oder Hilfe bei der Hautpflege

Die Nachteile von Avocadoöl sind:

  • die Dicke des Öls, wodurch es schwerer zu verdauen ist
  • die geringere Bioverfügbarkeit

Das Avocadoöl ist per se ein hervorragendes Öl, weshalb es als natürlich Trägeröl verwendet werden kann. Ein großer Nachteil ist, dass es schwer verdaulich ist worunter die direkte und unproblematische Aufnahme von CBD leidet. Der Geschmack ist wie immer subjektiv zu beurteilen.

Zu welchem CBD-Öl sollte ich greifen?

Für diese Frage gibt es keine allgemeine Antwort. Dabei kommt auf viele Faktoren, wie zum Beispiel der Verträglichkeit von CBD an. Man sollte immer mit einem niedrig-dosierten CBD-Öl anfangen, denn der Gehalt lässt sich nach und nach steigern. Dem Körper sollte man dabei aber genug Zeit lassen und irgendwann kann man auch auf höherprozentige Öle zurückgreifen. Vor allem bei sportlich, aktiven Menschen wirken sich diese positiv auf die Regeneration aus.

Welches Trägeröl sich für einen persönlich eignet, das muss jeder wohl selbst entscheiden. Allerdings sollte man wissen, dass wenn es um die bestmögliche Einnahme von CBD geht, kein Weg an Hanfsamen- oder MCT-Öl vorbeiführt. Für wen beim Kauf eines CBD-Öls die Aufnahme des Wirkstoffs CBD’s Priorität hat (und nicht beispielsweise der Geschmack), der sollte auf jeden Fall zu einem dieser beiden Öle greifen. 

Kommentar(1)

  1. Vielen Dank für den aufklärenden und ausführlichen Beitrag. Über das Trägeröl hatte ich mir in der Vergangenheit nie Gedanken gemacht. Das wird sich jetzt ändern! 😀

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