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Marihuana und Sport – wie gut verträgt sich das?

Marihuana und Sport – wie gut verträgt sich das?
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Wer glaubt, dass Sportfanatiker die Finger vom Gras lassen, der irrt sich gewaltig: Gerade im Hochleistungssport ist Cannabis-Konsum weiter verbreitet, als man zunächst annimmt – und das, obwohl Cannabis im Sport als Dopingmittel gilt. Richtig gehört: Cannabis ist ein Dopingmittel. Angesichts seiner eher leistungsmindernden Wirkung klingt das erstmal sehr komisch. Oder hat jemals irgendjemand im bekifften Zustand Lust auf einen Triathlon gehabt?

Vor dem Wettkampf ein Joint zur Entspannung

Tatsächlich ist es natürlich auch nicht konkret so, dass Profisportler vor dem Wettkampf Cannabis konsumieren, um ihre Leistung zu steigern, wie es beispielsweise bei Stimulanzien der Fall ist. Es geht vielmehr ums Runterkommen bei großer Nervosität vor einem Wettkampf. Wer entspannter ist, hat eine erhöhte Risikobereitschaft und erzielt so bessere Leistungen, so die Annahme. Außerdem wird der Spannungszustand der Muskeln durch THC herabgesetzt – das mindert Verspannungen und Krämpfe nach dem Wettkampf.

THC-COOH Wert sagt kaum etwas über regelmäßigen Konsum aus

Bis vor einigen Jahren wurden viele Profisportler, bei denen ein geringer THC-COOH-Wert im Blut nachgewiesen wurde, gesperrt. THC-COOH ist ein Abbauprodukt des Cannabis-Wirkstoffs THC und kann auch noch Wochen nach dem eigentlichen Konsum nachgewiesen werden, eventuell geht das sogar bei Passivkonsum. Fachleute kritisierten deshalb zu Recht, dass der Wert nicht wirklich etwas darüber aussagt, ob jemand kurz vor dem Wettkampf gekifft hat oder doch eher am letzten Wochenende.

Profisportler dürfen THC-COOH im Blut haben, deutsche Autofahrer aber nicht

2013 hat die Welt-Doping-Agentur WADA reagiert und den Grenzwert gesenkt. Jetzt dürfen bis zu 150 Nanogramm THC-COOH pro Milliliter Blut vorhanden sein – alles darüber hinaus gilt als Doping. Um das mal einzuordnen: Wer in Deutschland in eine Verkehrskontrolle gerät und beim Bluttest einen THC-COOH-Wert von über 75 Nanogramm hat, gilt als regelmäßiger Kiffer, verliert oft auch die Fahrerlaubnis und muss zum Idiotentest. Mit diesem Wert könnte man im Leistungssport noch legal eine Goldmedaille gewinnen.

Ausdauer adé: Cannabis und Sport gehen nicht gut zusammencannabis

THC-COOH-Werte hin oder her: Wer Cannabis raucht, tut seinen Atemwegen prinzipiell nichts Gutes, schon gar nicht, wenn das Gras mit Tabak gemischt wird. Konsumenten, die ihre Hobbysportler-Karriere ernst nehmen, müssen mit Einbußen bei der Performance insbesondere im Hinblick auf Leistung und Ausdauer rechnen, wenn sie vor dem Training kiffen. Davon würden wir aber sowieso prinzipiell abraten – unkonzentriert und verballert Gewichte zu stemmen, könnte ziemlich schmerzhaft enden. Unter echten Athleten werden sich kaum Dauer-Konsumenten finden, da sind sich Experten sicher. Denn Cannabis setzt der Lunge ordentlich zu, in Hinblick auf spezielle Lungenerkrankungen haben Kiffer sogar ein höheres Risiko als Raucher.  Wer oft Sport macht, auf das Gras danach aber trotzdem nicht verzichten will – etwa vorbeugend gegen Muskelkater –, kann es ja mal mit Hanfkeksen oder Space Brownies probieren. Das schädigt dann nur den Bauchumfang und nicht die Lunge. Auch die Nutzung eines Vaporizers ist eine deutlich gesündere Alternative zum Verbrennen von Marihuana in einem Joint oder einer Bong.


Kommentar(3)

  1. Hallo zusammen

    Ich denke, dass Cannabis und Sport in Kombination immer häufiger auftreten wird. Insbesondere Cannabidiol wirkt entspannend auf die Muskeln und lindert Entzündungen.

    Liebe Grüsse

  2. Wiede mal ein richtig dummer Artikel von einer Person geschrieben, die keinerlei Ahnung hat. Richtig eingesetzt ist Cannabis ein richtig gutes natürliches Dopingmittel.

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