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Cannabis-Sorten im Überblick – Sativa, Indica und Ruderalis

Cannabis-Sorten im Überblick – Sativa, Indica und Ruderalis
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Dass Hanf eine uralte Nutzpflanze ist, ist inzwischen der Mehrheit der Deutschen geläufig. Allerdings dürften die wenigsten der Nutzer wissen, dass es inzwischen mehr als tausend Cannabis-Sorten gibt. Denn in einem Land, indem der Umgang mit dieser Pflanze so restriktiv behandelt wird wie in unserem, nimmt der Verbraucher was er kriegen kann.

Züchter und Anbauer sind bestrebt, immer neuere und bessere Cannabis-Sorten zu entwickeln und schaffen Kreuzungen (Hybride), um Wachstum, Konsistenz und Cannabinoidgehalt zu optimieren. Alle diese Hybride gehen dabei auf drei Sorten zurück, die sich sowohl in ihren Wirkungen als auch in ihrem therapeutischen Nutzen unterscheiden.

Alles über Sativa

Die Cannabis Sativa beeindruckt durch ihren hohen Wuchs. Unter natürlichen Bedingungen kann sie eine Höhe von sieben Metern erreichen, was für den Anbau in Innenräumen problematisch werden kann. Beheimatet ist die Sativa überwiegend in der Äquatorialregion, vorzugsweise in Kambodscha und Thailand sowie Jamaika und Mexiko.

Die Blätter sind von hellem Grün, die Blüten entstehen längs der Zweige und können eine beeindruckende Größe erreichen. Die gesamte Vegetationsperiode kann bis zu sechs Monate in Anspruch nehmen. Etwas weniger als die Hälfte fällt dabei auf die Blütezeit, in der die Sativa nochmal das Zwei- bis Dreifache an Höhe gewinnt.

Wirkung von Sativa

Die Sativa besticht durch einen relativ hohen Anteil des psychoaktiven THC (Tetrahydrocannabinol). Der Wirkungen des Rausches lassen sich als anregend, motivierend und aktivierend beschreiben. 

Laut den Experten von Frankys Farm fördert der Genuss ganz allgemein das Wohlbefinden, reduziert die Müdigkeit und fördert den Appetit. Anwender berichten von einer Steigerung ihrer Kreativität und Inspiration. Unter Einwirkung von Sativa wird die Konzentration geschärft und die Wachsamkeit erhöht.

Therapeutische Nutzung

Die therapeutischen Anwendungsgebiete sind vielfältiger Natur, wobei es anzumerken gilt, dass Cannabis keine Heilpflanze ist, aber die Symptome von bestimmten Krankheitsbildern abmildert. Dazu sind in erster Linie Krankheiten wie Arthrose und Rheuma zu zählen, die mit chronischen Schmerzen verbunden sind.

Zudem wirkt die Sativa stressmindernd und kann bei psychotischen Beschwerden Linderungen erwirken. Zu nennen seien hier Angstzustände und Panikattacken. Bei HIV-Patienten und nach einer Chemotherapie werden die Betroffenen behandelt, um deren Appetit anzuregen, damit sie schnell wieder zu Kräften kommen. Wegen den entzündungshemmenden Effekten wird Sativa zur Behandlung einiger Augenkrankheiten empfohlen.

Alles über Indica

Die Indica ist heimisch in den Regionen des Mittleren Ostens bzw. Asiens und kommt hauptsächlich in Pakistan, Afghanistan und Indien vor. Sie hat einen stämmigen Wuchs, breite Blätter und ist von robuster Ausstrahlung. Ihre kurzen Äste sind stark verzweigt. Die Blüten formen sich zu schweren, harzigen und dichten Clustern aus und verströmen einen markanten Duft.

Die Indica blüht schneller als die Sativa. Die Reifezeit liegt meist Anfang September. In der eigentlichen Blütezeit reduziert sich das Wachstum auf 50% bis 100% Höhenzunahme. Die Indica wird nicht größer als zwei Meter und eignet sich hervorragend für den Innenanbau. 

Wirkung von Indica

Im Gegensatz zur Sativa sind die Wirkungen weniger geistiger Natur, wobei sich die Indica sowohl durch hohe CBD-Werte als auch durch einen hohen THC-Gehalt auszeichnet. Die entspannenden Effekte wirken sich auf den Körper aus. In höheren Dosen kann Indica schläfrig machen. 

Es wird zwar eine individuelle Steigerung der Kreativität wahrgenommen, die sich durch eine Zunahme der auditiven und haptischen Sinneseindrücke ausdrückt, allerdings kann der Konsum auch die Konzentration beeinträchtigen. So fällt effizientes Arbeiten am Bildschirm beispielsweise nach dem Genuss von Indica schwer.

Therapeutische Nutzung

Die therapeutischen Anwendungen überschneiden sich in vielen Fällen mit denen der Sativa. Vor allem in Hinsicht auf Schmerzlinderung und der stressbedingten Krankheitsbilder. 

Indica wird verstärkt bei Schlafstörungen angewandt. Patienten von Parkinson und Multipler Sklerose sprechen von einer Verbesserung ihrer Lebensqualität. Die krampflösenden Effekte können Muskelspasmen regulieren.

Wissenswertes über Ruderalis

Die Ruderalis ist in den nördlichen Regionen jenseits des Ural angesiedelt und hat einen relativ geringen THC-Gehalt. Dafür ist der CBD-Anteil jedoch sehr ausgeprägt. Sie ist von kleinem Wuchs und die Blütephase beginnt lichtunabhängig. Gerade deshalb eignet sie sich besonders zu Kreuzungen mit den anderen beiden Arten. Die Hybride übernehmen diese Charakteristika, womit sie sich hervorragend für den Indoor-Anbau eignen.

Wie oben aufgeführt besitzt jede Sorte gewisse Vorzüge. Je nach Wirkung oder therapeutischer Nutzung sollte man als Verbraucher selbst entscheiden, welche Cannabis-Sorte sich am besten für einen eignet.

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