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Hybride Cannabissorten: Wirkung und Ertrag

Hybride Cannabissorten: Wirkung und Ertrag
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Cannabis (Hanf) ist ein uraltes Heilkraut. Leider wurde die Pflanze Mitte des letzten Jahrhunderts in vielen Ländern der Welt verboten und marginalisiert. Doch seit einigen Jahren ist eine Gegenbewegung zu verspüren. Seit 2017 dürfen Cannabis und cannabishaltige Produkte auf medizinischer Ebene verschrieben werden. Die Bundesregierung denkt seit einiger Zeit ernsthaft über eine Legalisierung nach, um Cannabis der breiten Bevölkerung zugänglich zu machen. Grund genug, um an dieser Stelle die verschiedenen Cannabissorten, deren Herkunft und deren Wirkungsweisen eingehender zu beleuchten!

Cannabissorten: Cannabis Sativa

Die ursprüngliche Heimat der Cannabis Sativa umfasst die äquatornahen Regionen rund um den Erdball – doch sie gedeiht auch in hiesigen Breiten. Sativa ist die bekannteste Hanfsorte, die zudem am weitesten verbreitet ist. Sie besitzt feine, langgliedrige Blätter, die einer Hand ähneln, deren Finger weit gespreizt sind. Ein Sativa-Blatt ist außerdem Bestandteil von jedem Hanf-Logo.

In ihren Heimatregionen und in der freien Natur zeichnet sich die Cannabis Sativa durch einen besonders hohen Wuchs sowie einen überdurchschnittlichen Ertrag aus. Manche Pflanzen werden bis zu sieben Meter hoch. Das kommt daher, weil Sativa im Gegensatz zu anderen Arten auch während der Blütephase weiterwächst. Deswegen empfiehlt es sich, für den Indoor-Anbau das Wachstum zu kontrollieren oder Sativa-Indica-Kreuzungen zu wählen. Sativa ist sowohl in der medizinalen Anwendung als auch im Freizeitgebrauch sehr beliebt. Dieser Umstand begründet sich durch folgende Eigenschaften:

  • Der Rausch beschränkt sich in der Regel auf Gehirn und Geist.
  • Sativa kann anspornend wirken und die Inspiration, die Kreativität und das Wohlbefinden stärken.
  • Der regelmäßige Konsum kann die Konzentrationsfähigkeit fördern.
  • Meist geht ein gesteigerter Appetit einher.
  • Übelkeit kann reduziert werden.
  • Der Gebrauch kann munter machen und Müdigkeit vertreiben.
  • Blüten mit sehr hohem THC-Gehalt können zu psychedelischen Wahrnehmungen führen.

Cannabis Indica

Die Indica ist ursprünglich im gesamten ostasiatischen Raum, vor allem aber in Indien, Tibet, Afghanistan und Nepal beheimatet. Doch auch die hiesigen Gefilde bieten annehmbare Bedingungen. Die gesamte Pflanze besitzt eine weitaus kräftigere und dunklere Farbe als die Sativa. Die Blätter sind kürzer und stämmiger ausgeprägt. Cannabis Indica zeichnet sich durch einen kleinen, robusten Wuchs aus, der als buschig bezeichnet wird. Daher eignet sie sich hervorragend für den Anbau in geschlossenen Räumen.

Die Pflanze besitzt eine relativ kurze, aber intensive Wachstumsphase, die selten länger als vier Wochen dauert. Im Freiland stellt die Indica ihr Wachstum ein, kurz bevor die kühlere Jahreszeit beginnt. Dann bilden sich prächtige Blüten aus, die mit einer Menge Harz überzogen sind. Der dichte Wuchs bedingt, dass für eine gute Belüftungssituation gesorgt werden muss. Ansonsten besteht die Gefahr der Schimmelbildung.

Folgende weitere Eigenschaften zeichnen die Indica aus:

  • Der Rausch wirkt eher körperlich.
  • Der Gebrauch kann beruhigend und entspannend wirken, hohe Dosierungen können zu Müdigkeitserscheinungen führen.
  • Es werden entzündungshemmende und schmerzlindernde Eigenschaften vermutet.
  • In vielen Fällen kann sich der Appetit steigern und in Hungerattacken ausarten.
  • Das Gehör und der Tastsinn reagieren unter Umständen sensibler.

Cannabis Ruderalis

Cannabis Ruderalis ist von sehr kleinem Wuchs und in Regionen wie China, Norwegen und vor allem Russland zu Hause. Ruderalis eignet sich vornehmlich für den Indoor-Anbau. Sie enthält sehr wenig THC, weshalb sie gerne mit Sativa und Indica gekreuzt wird. Diese Züchtungen nehmen dann deren Eigenschaften an, bleiben aber in der Größe komprimiert und handlich.

Das Besondere an der Ruderalis ist der frühe Beginn der Blüte, der automatisch erfolgt und nicht von den Lichtverhältnissen abhängt. Daher wird sie gerne für Züchtungen von Automatic-Sorten verwendet, welche innerhalb von 10 Wochen die gesamte Phase von Keimung bis Ernte durchlaufen. Ruderalis zeichnet sich also durch folgende Charakteristika aus:

  • niedriges, stämmiges Pflanzenwachstum
  • in kühleren Regionen beheimatet
  • automatischer Beginn der Blütephase
  • geringer Gehalt an THC und CBD

Hybride Cannabissorten

Professionelle Züchter wie etwa Zamnesia versuchen stetig, die Eigenschaften von Cannabis zu verbessern. Deshalb wundert sich der Laie, dass es so viele verschiedene Cannabissorten gibt. Interessierte können die Zamnesia Seeds hier finden – diese sind alle auf die drei beschriebenen Arten zurückzuführen. Das Ziel, welches die Züchter mit den Kreuzungen oder hybriden Cannabissorten verfolgen, ist die Verbesserung folgender Eigenschaften:

  • Ertragsmenge
  • Schädlingsresistenz
  • Breiten- und Höhenwachstum
  • automatische Blütephase
  • THC-Gehalt

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