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Streckmittel in Cannabis – Wie erkenne ich es und was kann ich dagegen machen?

Streckmittel in Cannabis – Wie erkenne ich es und was kann ich dagegen machen?
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Dass Cannabis in Deutschland nicht legal ist, wissen wir sowieso schon. Genauer gesagt: Der Konsum ist zwar erlaubt, nicht aber Anbau, Herstellung, Handel, Erwerb, Besitz und so weiter. Konkret heißt das: Wird man bekifft erwischt, passiert erstmal nichts, solange man nur zu Fuß unterwegs ist. Wirst du hingegen mit einem Joint erwischt, zählt das Cannabis darin als Besitz und man machst sich strafbar.

Streckmittel in Cannabis erkennen – geht das überhaupt?

Und weil Cannabis nunmal keiner staatlichen Qualitätskontrolle unterliegt, kann es durchaus passieren, dass in eurem Gras Streckmittel stecken. Selbst erfahrene Konsumenten können oft nicht auf Anhieb sagen, ob das eben gekaufte Gras wirklich zu 100 Prozent rein ist. Das liegt an der optischen und geruchstechnischen Vielfalt der Sorten und an den diversen Verpackungsmöglichkeiten. Wenn einer oder mehrere der folgenden Punkte auf euer Dope zutreffen, ist Vorsicht geboten:

  • Die Glut des Joints schlägt Funken oder brennt wie Kohle durch
  • Beim Verbrennen entsteht ein chemischer Geruch
  • In der Verpackung findest du sandige Rückstände
  • Die Asche ist hart, schwarz und schmierig

In Österreich und in der Schweiz gibt es legale Drug Checking Points, an die du dich wenden kannst, wenn du glaubst, gestrecktes Cannabis erwischt zu haben. In Deutschland existieren diese Stellen bisher noch nicht, mehrere Drug Scout-Projekte geben aber regelmäßig Warnungen zu verunreinigten, falsch etikettierten oder hochpotenten Substanzen heraus. Auf dirty-weed.com findet man einen Streckmittelmelder mit ausführlichen und aktuellen Informationen, auf dem auch User verunreinigtes Cannabis melden können. Generell gilt: Solltest du den Verdacht haben, dass dein Gras gestreckt wurde, dann lass besser die Finger davon. Andernfalls setzt du dich einem schwer abschätzbaren Gesundheitsrisiko aus.

Warum wird Cannabis gestreckt?

Dealer vermischen Cannabis mit Streckmitteln, um das Gewicht und damit den Gewinn zu erhöhen. Selbst Zwischenhändler wissen manchmal nicht, dass sie mit gestrecktem Marihuana dealen. Ein weiterer Grund für das Strecken von Gras kann sein, dass Pflanzenmaterial künstlich potetenter zu machen. Durch chemische Streckmittel kann ein deutlich stärkerer Rausch erzeugt werden, die gesundheitlichen und psychischen Schäden interessieren die Händler dabei nur selten.

Welche Streckmittel werden oft benutzt und wie kann ich diese erkennen?

Streckmittel in Cannabis

Diese Liste beschreibt häufig genutzte oder besonders gefährliche Streckmittel und ist hierarchisch nach Gefährlichkeit des verwendeten Mittels geordnet. Wir möchten aber nochmals betonen, dass du eventuell gestrecktes Cannabis auf keinen Fall konsumieren solltest!

  • Pflanzliche Streckmittel: Dazu zählen Gewürze oder auch Mehl. In der Regel findet man diese Streckmittel in Cannabis, das nicht in Blüten-, sondern in zerstoßener Form verkauft wird. Relativ leicht an Optik und Geschmack zu erkennen. Kein nennenswert erhöhtes Gesundheitsrisiko.
  • Dünger: Dünger aus Phosphor oder Kalium wird genutzt, um Cannabisblüten damit zu besprühen und so das Gewicht zu erhöhen. Zu erkennen an einem ungewöhnlichen Glitzern der Blüte bei direktem Lichteinfall. Ebenfalls möglich ist ein ungewöhnlicher, schwach urinähnlicher Geruch. Die gesundheitlichen Risiken sind schlecht erforscht, vom Konsum ist klar abzuraten.
  • Haarspray: Mit Haarspray verunreinigtes Cannabis riecht parfümiert, hinterlässt harte Asche und schmeckt definitiv nicht nach normalem Gras. Der Konsum kann erhebliche Schäden an den Atemwegen verursachen.
  • Brix: Ein synthetisches Streckmittel, das aus Zucker, flüssigem Kunststoff und Hormonen besteht. Die Hanfblüte wird darin eingetaucht und zum Trocknen aufgehängt. Verbrixtes Cannabis brennt schlecht und hinterlässt harte Asche. Der Konsum kann erhebliche Schäden an den Atemwegen verursachen.
  • Blei: Mit Bleispänen versetztes Cannabis lässt sich identifizieren, indem es über ein weißes Blatt Papier gerieben wird. Bleiben bleistiftartige Spuren zurück, ist das Cannabis gestreckt. Es gibt keine hundertprozentige Garantie für diesen Test, erst recht nicht, wenn statt Spänen Sulfid benutzt wurde. Wer bleihaltiges Cannabis konsumiert, begibt sich in Lebensgefahr!

Dieses Video von GreenGermany zeigt, wie ihr gestrecktes Gras leicht mithilfe einer Lupe oder einem Mikroskop erkennen könnt.

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