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Die 4 irrwitzigsten Cannabis-Delikte

Die 4 irrwitzigsten Cannabis-Delikte
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Dass der Besitz von Cannabis in Deutschland nach wie vor illegal ist, treibt mitunter wunderliche Blüten – Wortwitz beabsichtigt. Das hier sind unsere vier Lieblingsgeschichten:

1. Die Cannabis-Plantage vor der Berliner Polizeiwache

Im Berliner Problembezirk Neukölln ist der Umgang mit bewusstseinserweiternden Substanzen wahrscheinlich sowieso etwas lascher als im Rest von Deutschland. Aber so lasch? Damit hätten auch wir nicht gerechnet. Wie die B.Z. im Juni 2015 berichtete, wuchsen auf dem Mittelstreifen direkt vor einer Polizeiwache einige verdächtig aussehende Pflanzen. Bei mindestens einer handle es sich tatsächlich um eine Cannabis-Pflanze, bestätigte später ein Sprecher der Polizei. Dass die Berliner gerne mal im Freien anbauen, ist allgemein bekannt – aber vor so viel Dreistigkeit kann man ja nur den Hut ziehen.

2. Der Dealer, der bei der Polizei angezeigt wurde

KonsumentInnen haben es in Deutschland ziemlich schwer: Wer nicht selbst anbaut, muss sich sein Grünzeug eben beim Dealer besorgen und darauf hoffen, dass der nicht am Gewicht schummelt. Wer beim Einkauf über den Tisch gezogen wird, muss damit leben – oder doch nicht? In Niederbayern haben im Dezember 2016 zwei junge Männer die Polizei alarmiert, weil sie sich von ihrem Dealer geprellt fühlten. Wie die WELT berichtete, hatten die beiden für 100 Euro eingekauft, aber ihres Erachtens für so viel Geld zu wenig Cannabis erhalten. Erst wollten sie die Bestellung beim Dealer selbst reklamieren, der öffnete jedoch die Wohnungstüre nicht. Was macht man in so einer Situation? Klar, den Freund und Helfer anrufen! Wenig überraschend: Jetzt müssen sich alle drei wegen Straftaten nach dem Betäubungsmittelgesetz verantworten.

3. Der 13-Jährige, der seine Mutter verpetzte

Stell dir vor, du baust in deinem Garten ein paar Cannabis-Pflanzen an und wirst verpfiffen – und zwar von deinem eigenen Sohn. Genau das ist im September 2017 im Rhein-Neckar-Kreis passiert. Laut Spiegel Online kamen einem 13-Jährigen die Pflanzen im Garten seiner Familie verdächtig vor. Seine kurze Google-Recherche ergab: Mutti baut im heimischen Hinterhof Gras an. Und er behielt tatsächlich Recht: Die herbeigerufene Polizei fand 20 Cannabis-Pflanzen mit einer Höhe von bis zu 1,5 Metern. Mama wiederum freute sich über Sohnemanns Investigationen überhaupt nicht und muss sich nun einer Ermittlung wegen Drogenbesitzes stellen. Vom eigenen Nachwuchs verpetzt – ob sich das Verhältnis zwischen Mutter und Sohn noch retten ließ, wissen wir leider nicht.

4. Der Gärtner, der ein halbes Kilo Gras fand

Sage und schreibe 500 Gramm – so viel Cannabis fand ein Gärtner aus Ottersberg bei Bremen im Mai 2016 in einem Gebüsch versteckt. Er nahm das Päckchen kurzerhand mit nach Hause und verbrauchte innerhalb einiger Monate rund 300 Gramm. Nach eigener Aussage habe das Zeug sehr gut gegen die Schmerzen seines vorangegangenen Bandscheibenvorfalls geholfen. Blöderweise wurde er irgendwann am Fundort von zwei Männern angesprochen, ob er denn ein gewisses Päckchen hier gefunden hätte – was er bejahte. Keine gute Idee, denn nun wurde die Herausgabe des Cannabis verlangt. Der Gärtner, offensichtlich eine durch und durch ehrliche Seele, lieferte also die übrigen 200 Gramm plus einen Bargeldbetrag für die verbrauchten 300 Gramm an die Männer aus. Wer glaubt, dass diese Story hier zu Ende ist, irrt sich: Neun Monate später kamen die beiden Männer wieder auf den Gärtner zu und hatten die glorreiche Idee, ihn nun zu erpressen. 1.800 Euro wollten sie von ihm, was ihm aber offensichtlich etwas zu viel war – er wandte sich kurzerhand an die Polizei. Das Urteil: Acht Monate auf Bewährung für den ehrlichen Gärtner. Gegen die beiden Dealer wurde zusätzlich zum Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz ein Verfahren wegen räuberischer Erpressung eröffnet. Ehrlichkeit zahlt sich aus? Da sind wir uns nicht so sicher…       

Habt ihr auch eine irrwitzige Cannabis-Story, die ihr mit der Welt teilen möchtet? Lasst uns gerne einen Kommentar da!

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