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Merry Marijuna! Wie dein Weihnachten aussehen könnte, wenn‘s legal wär

Merry Marijuna! Wie dein Weihnachten aussehen könnte, wenn‘s legal wär
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Die Weihnachtsfeiertage stehen vor der Tür. Des einen Freud, des anderen Leid haben diese doch leider fast nix mit einer besinnlichen Zeit gemeinsam. Die Familie kommt zusammen – alles wiegt sich noch im friedlichen Schein. Doch das trügt – und das weißt du ganz genau. Spätestens als Onkel Karl und dein Vater bei Kuchen und Tee den Streit um die Fernbedienung entfachen, nimmt das Unglück seinen Lauf. Denn Tante Clara ist mal wieder auf Diät und lässt kein gutes Haar an den süßen Versuchungen, für die deine Mutter stundenlang in der Küche stand. Deine Schwester kommt mal wieder zu spät und bringt auch noch unangemeldet ihren neuen Lover mit. Als dann noch herauskommt, dass du in diesem Jahr aus der Kirche ausgetreten bist, ist das Spektakel perfekt. Oh du Fröhliche! Wie gerne würdest du jetzt einen Joint rauchen! Heimlich verkrümelst du dich aus dem Streitgefecht – hinters Gartenhäuschen, wo dich keiner sieht oder riecht.

Und während du genüsslich an deiner Lunte ziehst fragst du dich, wie dein Weihnachtsabend wohl anders hätte verlaufen können… 

Grün, grün, grün ist alles was ich mag! 

Sanft wirst du von einem süßen Duft geweckt, als du am Weihnachtsmorgen die Augen öffnest. Die Nacht war kurz, hast du doch die halbe Nacht noch gezockt und bist nach einer Munchies-Tour durch den heimischen Kühlschrank todmüde ins Bett gefallen. Dementsprechend zerknautscht schlürfst du in Pantoffeln in die Küche und merkst – es ist bereits 12 Uhr. Doch statt mit einem bissigen Kommentar begrüßt dich deine Mum freundlich mit einem Kuss auf die Wange – wie sie es damals schon gemacht hat, als du ein kleines Kind warst. „Gerade richtig, die Kekse sind fertig. Aber probier erstmal einen, mein Kind. Die sind zur Feier des Tages besonders stark!“. Sie sind noch warm vom Ofen, als du einen Bissen nimmst und direkt verspürst du den zart schmelzenden Geschmack des Weeds, der auf deiner Zunge zergeht. „Lecker!“  -lobst du deine Mum und isst genüsslich den Rest am Küchentisch. Sichtlich angeheitert verfällt sie in einen kleinen Laberflash und du witzelst, dass sie wohl ein bisschen zu viel vom Keksteig genascht hat. Nach einer knappen Stunde merkst auch du, wie dein Frühstück seine Wirkung entfaltet. Als dein Vater eintrudelt entscheidet ihr euch gemeinsam einen Film zu schauen – Kevin allein Zuhause – der Klassiker zur Weihnachtszeit und obwohl in ein paar Stunden die Familie vor der Tür steht, liegt keinerlei Hektik in der Luft. Ganz im Gegenteil – gefühlt hast du deine Eltern noch nie so tiefenentspannt erlebt. 

Zeit für die Bescherung

Nachdem du dich ein wenig frisch gemacht hast, klingelt es auch schon an der Tür. Nach und nach trudelt die Verwandtschaft ein und in alter Tradition wird zuerst der Baum geschmückt. Dieses Jahr steht der Abend ganz unter dem Motto: „Merry Marihuana!“ – und so dienen Jointhüllen mit bunten Ornamenten als Deko für die traditionelle Tanne. Über Schönheit lässt sich zwar streiten, aber du schätzt die Kreativität deiner Cousine Caro und welche Mühe sie in den Christschmuck gesteckt hat. In der Grundschule hat sie mit ihrer Klasse fleißig gebastelt – möglichst nachhaltig sollte es sein – und so verkündet sie stolz, dass jeder nach dem Feste eine Hülle sein eigen nennen darf. Dabei geht die Bescherung doch gerade erst los – sichtlich beglückt drückt dir deine Oma ein knittriges Päckchen in die Hand, welches du voller Vorfreude direkt auspackst. Grüne Wolle strahlt dir entgegen, die die Basis für den selbstgenähten Pulli ist, den vorne ein Hanfblatt ziert. Völlig entspannt raucht ihr gemeinsam noch einen Joint, bevor es ab in die Kirche geht.

Oh happy day

Heutiges Thema der Predigt: War Jesus ein Kiffer? Noch nie fandest du einen Kirchengang so interessant! Warum ist dir vorher nie aufgefallen, dass Jesus mit seinen weiten Klamotten und langen Haaren dem typischen Bild eines Stoners entsprach? Du lauschst dem Pfarrer während er über die Wunderheilungen erzählt und dass das Salböl der Christen ein Cannabis-Extrakt enthielt. Völlig mindblown über diese neuen Erkenntnisse verlasst ihr die Kirche, aus deren heiligen Hallen es heute mal nicht nach Weihrauch riecht.

In der Weihnachtsbäckerei gibt’s so manche Leckerei

Zum Nachtisch gibt es natürlich für jeden noch einen Keks, die deine Mutter ja schon am Nachmittag zubereitet hatte. Deine Oma ist sichtlich erfreut, alte Woodstock-Zeiten wieder auferleben zu lassen, während im Hintergrund „Legalize it“ von Peter Tosh läuft. Gemeinsam sitzt ihr da und unterhaltet euch, stundenlang – es wird getrunken und geschlemmt – an die Fernbedienung denkt letztlich keiner. Fröhlich verabschieden sich alle voneinander, schnappen sich noch eine bunte Joint-Hülle vom Baum und gehen. „Merry Marihuana!“ – hörst du sie noch zum Abschied rufen. „Bis zum nächsten Jahr!“. 

Natürlich ist der Gebrauch und nutzen von Cannabis nicht automatisch ein Indikator für ein friedliches Fest. Doch Weihnachten steht neben fetten Geschenken und massig gutem Essen auch für die Liebe und Toleranz. Immer mehr Studien belegen die positiven Eigenschaften von Hanf und es gibt bereits einige Länder auf der Welt, die durch eine Legalisierung politisch, wirtschaftlich und menschlich profitiert haben. Ausgrenzung ist keine Lösung – nie. Das sollte uns dieses Jahr gezeigt haben. In diesem Sinne wünschen wir dir, ob du jetzt zufällig über den Artikel gestolpert, Gelegenheitskiffer oder Grower bist, eine Anti-Haltung pflegst oder nur mal an nem Joint gezogen hast, vielleicht CBD-Produkte liebst oder dieses medizinisch nutzt ein wundervolles Weihnachtsfest. Merry Marihuana! 

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